Berlin : Berlin vor der Wahl: Soll die Stadtautobahn weiter ausgebaut werden?

Klaus Wowereit:

Das Autobahndreieck Neukölln wird derzeit fertiggestellt. Die Vorplanung der Autobahn bis Ostkreuz ist abgeschlossen, die Detailplanungen im Bereich Ostkreuz sind beauftragt. Der Weiterbau bis Treptower Park ist finanziell gesichert und die Fortführung bis Frankfurter Allee von uns für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet worden. Eine weitere Fortführung ist nicht geplant.

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Frank Steffel:

Berlin und seine Wirtschaft brauchen ein leistungsfähiges Autobahnnetz. Den Innenring A 100 wollen wir deshalb weiterbauen - von Neukölln über die Frankfurter zur Landsberger Allee. Anschließen soll sich eine weitgehend kreuzungsfreie Stadtstraße mit Ringschluss im Wedding. Wir werden die Teltowkanaltrasse A 113 nach Schönefeld bis 2006 verwirklichen. Einen Baustopp lehnen wir ab.

Gregor Gysi:

Die Autobahn am Teltowkanal muss wie viele Großobjekte auf den Prüfstand, die Planung am Ostkreuz sollte gar nicht fortgeführt werden. ÖPNV geht vor motorisierten Individualverkehr, Sanierung geht vor Neubau. Die intelligente Verknüpfung aller Verkehrsträger und innovative Verkehrsorganisationen ersparen teuren Infrastrukturausbau und setzen Mittel für Erhaltungsinvestitionen frei.

Sibyll Klotz:

Die laufenden Bauarbeiten sollen beendet werden. Aber die Verlängerung zum Ostkreuz und darüber hinaus parallel zum S-Bahnring kann niemand wollen. Das verlagert den Verkehr wieder von der Schiene auf die Straße. Wer die schönsten Flächen für eine Autobahn statt für hochwertiges Wohnen am Teltowkanal nutzt, darf sich nicht wundern, wenn Steuerzahler die Stadt fliehen.

Günter Rexrodt:

Berlin braucht ein vernünftiges Verhältnis von Individualverkehr und öffentlichem Nahverkehr. Daher muss der innere Autobahnring schnellstmöglich gebaut werden. Er soll durchgängig sechsspurig zu Ende geführt werden, damit der neue Großflughafen eine vernünftige Verkehrsanbindung bekommt. Der Ostteil Berlins darf beim Autobahnbau nicht länger benachteiligt werden.

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