Berlin : Berlin vor der Wahl: SPD weiter gegen Koalitionsaussage

Matthias Meisner,Sabine Beikler

Gregor Gysi hat die Berliner SPD auf dem PDS-Bundesparteitag am Sonntag zu einer klaren Koalitionsaussage aufgefordert. Die Sozialdemokraten müssten "vorher sagen, wohin sie wollen": mit der FDP zu "sinnloser Privatisierung" und Sozialabbau, mit der PDS zu mehr sozialer Gerechtigkeit.

Rückendeckung erhält der PDS-Politiker vom FDP-Spitzenkandidaten Günter Rexrodt. "Selbst Herr Gysi hat manchmal Recht", sagte der FDP-Politiker am Sonntag.

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SPD-Landeschef Peter Strieder lassen die PDS- und FDP-Aufforderungen nach Koalitionsaussagen seiner Partei ungerührt. Offensichtlich werde Gysi jetzt "nervös", sagte Strieder dem Tagesspiegel, weil die SPD laut Umfrageergebnissen im Gegensatz zur PDS zulegen konnte. Außerdem: "Rot-Grün wird immerwahrscheinlicher." Ein Mitregieren mit der PDS könnten die Wähler am ehesten dadurch verhindern, dass sie "die SPD stark machen". Auch den FDP-Anhängern müsse klar sein, dass eine PDS-Regierungsmitverantwortung durch den "Umweg über die FDP nicht verlässlich" zu verhindern sei. Das SPD-Wahlziel sei die Fortführung von Rot-Grün. Eine Ampel oder "PDS-Kooperation" mochte Strieder aber nicht ausschließen.

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