Berlin : Berliner Chronik: 2. Mai 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Wie im Vorjahr war Ost-Berlin auch an diesem 1. Mai der einzige Ort innerhalb des Ostblocks, an dem eine Militärparade stattfand. Die alliierten Stadtkommandanten protestierten gegen den militärischen Aufmarsch im Ostsektor, bei dem die DDR-Armee auch einige für die Ausrüstung mit Atomsprengköpfen geeignete Raketen, Raketenwerfer sowie Geschütze und Panzer zeigte. Die diplomatischen Vertreter der NATO-Staaten in Ost-Berlin blieben der Kundgebung fern. In der Bundesrepublik fand die zentrale Maifeier mit Bundeskanzler Schmidt in München statt. Vor 50 000 Besuchern sagte Schmidt ein langsames, aber stetiges Zurückgehen der Arbeitslosigkeit voraus. In Berlin hatten sich auf der DGB-Maikundgebung im Sommergarten am Funkturm etwa zweitausend Personen eingefunden. Nach Angaben der Berliner Polizei sollen es hingegen 17 000 Teilnehmer gewesen sein. Der Berlinher DGB-Chef Sickert hatte zu Beginn seiner Ansprache die über das Gelände verteilten Teilnehmer aufgefordert, sich im Innenraum des Sommergartens zu Versammeln, "damit das hier auch wie eine Kundgebung aussieht".

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