Berlin : Berliner Chronik: 25. Januar 1975

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Vor 25 Jahren berichteten wir:

"Herzliche Grüße aus Berlin" überreichen Hostessen in diesem Jahr rund vier Wochen vor der Eheschließung westdeutschen Brautpaaren: Mit einem Kochbuch über die "Berliner Küche" und einer Broschüre "Wissenswertes über Berlin" sollen die Brautpaare kurz vor ihrem "großen Tag" auf Berlin aufmerksam gemacht werden. Mit einer Karte können sie zudem an der Verlosung von 40 dreitägigen Flugreisen nach Berlin teilnehmen und Informationen über das Leben und Arbeiten in Berlin anfordern. Das kleine Angebinde aus Berlin ist Teil der Berliner Werbung um westdeutsche Arbeitnehmer. Rund 100 000 Brautpaare will man durch diese Aktion ansprechen und damit auch junge Leute nach Berlin holen: Verheiratete erweisen sich als seßhafter als Ledige. Weil bis 1980 mit dem Fehlen von 52 000 Facharbeitern gerechnet wird, und jährlich 10 000 Arbeitnehmer mehr ausscheiden, als nachrücken, bleibt die Arbeitnehmer-Werbung für Berlin in Westdeutschland eine wichtige Aufgabe. Ende der siebziger Jahre kann allerdings nach dem Schülerberg mit mehr in Berlin Ausgebildeten gerechnet werden. Von ihnen und den heute Arbeitslosen soll möglichst keiner nach Westdeutschland abwandern. Für Arbeitslose gibt es deshalb Arbeitsbeschafftungsmaßnahmen.

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