Berlin : Berliner Chronik: 3. Juli 1976

Vor 25 Jahren berichteten wir:

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Die DDR hat einen neuen Vorstoß unternommen, die deutsche Staatsangehörigkeit der West-Berliner zu umgehen. Seit dem 1. Juli gibt sie in den fünf Besucherbüros neue Antragsformulare für den Reise- und Besucherverkehr aus, in denen die Spalte mit der Frage nach der Staatsangehörigkeit nicht mehr enthalten ist. Statt dessen ist auf dem Antragsformular ausdrücklich vermerkt, daß es für "Personen mit ständigem Wohnsitz in Berlin (West)" gilt. Der Ersatz der früheren roten Antragsformulare durch nunmehr weiße mit grünen Diagonal-Balken war dem Senat nicht angekündigt worden. Zu dem früheren Titel "Antrag auf Einreise in die DDR" haben die Formulare jetzt den Zusatz "für Personen mit ständigem Wohnsitz in Berlin (West)". In der Rubrik Wohnanschrift ist auf den neuen Anträgen bereits die Angabe "Berlin (West)" vorgedruckt. Ferner ist die Rubrik mit der Angabe über die Ausstellungsbehörde des Personalausweises - nämlich "Der Polizeipräsident in Berlin" - nicht mehr vorhanden. Zudem gibt es weitere geringfügige Änderungen auf den neuen Anträgen.

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