BERLINER Chronik SERIE : 6. Mai 1961 Jahre Mauerbau

In der Oranienburger Straße wird ein Gestapo-Gefängnis entdeckt

Beim Abreißen alter Tapeten entdeckten Handwerker in einem Lagerraum in der Oranienburger Straße 31 in Mitte Hunderte in die Wände geritzter Inschriften, wie die amerikanische Nachrichtenagentur UPI meldet. Sie stammen von Gestapo-Häftlingen, vor allem Zwangsarbeitern. Eine der Inschriften lautet: „Hier saß Igor Samalin. Weil ich meine Heimat liebte und Partisan war, muss ich sterben.“ Eine andere: „Achtung hier saß, weil sie sich in einen Gefangenen verliebte, Nabjewona.“ Nach Angaben der Jüdischen Gemeinde wurde in den Häusern Oranienburger Straße 28 bis 31, die ihr gehört hatten, 1943 auch eine Filiale der Eichmann-Dienststelle untergebracht.

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