Berlin : Berliner Finanzkrise: Berlin - für Witze gerade gut genug

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Berliner Christdemokraten und Geldinstitute brauchen derzeit für Spott nicht zu sorgen. Kabarettist Heinrich Pachl aus Köln etwa dichtete frei nach Otto Reutter "Das Dauerdiepgen": "Und haben alle Ausreden nichts mehr genutzt/Und hat er zu Pfingsten endlich die Platte geputzt/Und hat sich nach der Neuwahl herausgeschält/Die Stadt hat schon wieder das Diepgen gewählt/Und das lastet auf Berlin auch weiter wie Blei: In fünfzig Jahren ist alles vorbei."

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Ted:
Sind Neuwahlen fällig? Auch die Harald-Schmidt-Show meldete sich pünktlich zur Berliner Regierungserklärung: "Wir haben ja einen CDU-Abgeordneten im Team", sagt Rudi Nowak aus der Schmidt-Redaktion und meint den Gesandten "Dr. Udo Brömme". Der startete die Aktion "Tschuldigung, Berlin" unterm Brandenburger Tor, bat bei ältlichen Hauptstädtern um Nachsicht für die Rechenfehler ganz oben und sorgte in der Sendung am Donnerstag für bundesweite Heiterkeit über die "Pleitehauptstadt Berlin".

Bis gestern Mittag seien über 400 Gags zum Bankenskandal von Zuschauern eingegangen, sagt Nowak - Stoff genug für noch viele Tage Hauptstadt-Desaster. Die Harald-Schmidt-Macher planen noch Großes mit der Berliner CDU, sagen sie. Bis dahin rufen sie aus Köln: "Die CDU ist eine Spitzenpartei. Und wir drücken der Hauptstadt jetzt ganz fest die Daumen." Kritisch klingt es aus den neuen Bundesländern: "Seit Jahren gibt es bei uns einen Text über Korruption und Machtmissbrauch", berichtet Wolfgang Schaller vom Kabarett "Herkuleskeule" in Dresden. "Ich muss mir keinen neuen einfallen lassen, sondern nur die Namen auswechseln - Kohl, Kanther, Landowsky."

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