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Eizellen werden am 12.08.2015 in einer Kinderwunschpraxis in Berlin von einer Biologin präpariert.

© dpa

Berliner Gesundheitsverwaltung: Vorerst kein Verbot von umstrittener Kinderwunsch-Messe

Eizellenspenden und Leihmutterschaft sind in Deutschland verboten. Auf einer Messe in Berlin werden diese Verfahren jetzt dennoch beworben.

Ausländische Kliniken stellen Verfahren vor, die in Deutschland illegal sind: Eine umstrittene Kinderwunsch-Messe in Berlin kann voraussichtlich dennoch stattfinden. „Wir unterstützen es nicht, wenn in Berlin über solche Verfahren informiert wird [...]. Wir sehen aber auch keine rechtliche Handhabe, die Messe vorab zu untersagen“, teilte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Verfahren wie Eizellenspenden und Leihmutterschaft

Auf der Messe „Kinderwunschtage“ (18. und 19. Februar) sollen ungewollt kinderlose und homosexuelle Paare sich auch über Verfahren wie Eizellenspenden und Leihmutterschaft informieren können. Gegen die oft teuren Behandlungen sprechen nach hiesigen Gesetzen ethische und medizinische Gründe. Um solche Verfahren zu nutzen, verreisen nach Schätzungen aber bis zu 3000 deutsche Paare pro Jahr ins Ausland.

Verschwimmende Grenzen zwischen Infos und Werbung befürchtet

Einige Experten, etwa vom Berliner Berufsverband der Frauenärzte, hatten sich ablehnend über die Messe geäußert. Sie befürchten unter anderem verschwimmende Grenzen zwischen Infos und Werbung.

„Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch sollten sich auf jeden Fall von ihrem Frauenarzt bzw. Facharzt in Deutschland/Berlin eingehend beraten lassen und dann nach gründlicher Abwägung selbst entscheiden“, erklärte die Gesundheitsverwaltung dazu. (dpa)

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