Berlin : Berliner Gesundheitswesen: Austrittswelle bei den Krankenkassen

Hiobsbotschaft für das Berliner Gesundheitswesen: Die großen Berliner Krankenkassen haben einen dramatischen Rückgang bei den zahlenden Mitgliedern zu verzeichnen. Allein die AOK verlor zwischen dem 1. Quartal 2000 und dem 1. Quartal 2001 mehr als sieben Prozent ihrer Beitragszahler an so genannte Billigkassen. Insgesamt handelt es sich um 51 800 Abwanderer, vermeldet das "KV-Blatt", das monatliche Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung. Ein ähnliches Bild biete sich bei den großen Ersatzkassen, heißt es weiter.

So betrug der Rückgang bei der Krankenkasse Halle 8300 Einzahler beziehungsweise 6,2 Prozent. Der Barmer kehrten 15 100 Versicherte, das sind 5,1 Prozent, den Rücken. Von der Mitgliederwanderung profitierte am meisten die BKK Verkehrsbauunion, die ihren Mitgliederbestand innerhalb eines Jahres um mehr als 65 000 auf 197 000 erhöhte. Die Techniker-Kasse legte in Berlin um 5800 Versicherte auf 225 230 zu. Leidtragende sind in erster Linie die niedergelassenen Ärzte. Wie das KV-Blatt schreibt, zahlen die Gewinner der Wanderungsbewegung pro Mitglied deutlich weniger an die Ärzte der Kassenärztliche Vereinigung als die großen Primär- und Ersatzkassen.

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