Berlin-Charlottenburg : Teppichland Berlin muss schließen

Nach 43 Jahren ist Schluss: Am Mittwoch beginnt der Ausverkauf im Teppichland Berlin. Die Hallen in Charlottenburg werden abgerissen.

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Werbung für das Teppichland an der Lise-Meitner-Straße.
Werbung für das Teppichland an der Lise-Meitner-Straße.Foto: Imago

Das traditionsreiche Teppichland Berlin, für das unter anderem Telly Savalas alias Kojak und Walter Plathe warben, schließt für immer. Wie die Tochter des Firmengründers Reinhard Hainz am Dienstag dem Tagesspiegel bestätigte, beginnt bereits am Mittwoch der große Ausverkauf. „Es ist uns nicht leichtgefallen, nach 43 Jahren in Berlin unser Familienunternehmen aufzugeben“, sagte Geschäftsführerin Andrea Hainz-Dickenbrok.

Als Gründe nannte sie die Kaufzurückhaltung in den vergangenen Jahren, das hohe Alter ihres Vaters und die Tatsache, dass der Vermieter die Hallen in der Charlottenburger Lise-Meitner-Straße 45 für ein geplantes Logistikzentrum abreißen lassen will. Dafür wurde dem Teppichland zum Jahresende gekündigt. Nach langem Ringen habe man sich dagegen entschieden, mit den 14 Mitarbeitern an einem anderen Standort noch einmal von vorn zu beginnen. Reinhard Hainz ist 85 Jahre alt.

Das gesamte Warenlager auf einer Fläche von mehr als 5000 Quadratmetern müsse geräumt werden, dabei werde keine Rücksicht auf handelsübliche Kalkulationen und Marktpreise genommen, sagte Andrea Hainz-Dickenbrok: Dies sei eine „einmalige Gelegenheit für alle Teppichliebhaber“.

Firmengründer Reinhard Hainz.
Firmengründer Reinhard Hainz.Foto: promo


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