Einkaufspassage am Zoo : „Bikini Berlin“ sieht sich auf gutem Weg

Knapp acht Monate nach der Eröffnung der Shoppingpassage „Bikini Berlin“ zwischen Breitscheidplatz und Zoo hat der Investor Bayerische Hausbau eine überwiegend positive Zwischenbilanz gezogen.

Anders einkaufen. „Shop different“, wirbt „Bikini Berlin“ am Zoo für das Konzept mit vielen Designerläden und wenig Filialisten.
Anders einkaufen. „Shop different“, wirbt „Bikini Berlin“ am Zoo für das Konzept mit vielen Designerläden und wenig Filialisten.Foto: Cay Dobberke

Im Schnitt würden 20 000 Besucher pro Tag im modernisierten Bikini-Haus gezählt, heißt es; etwa die Hälfte seien Touristen. Die mit Abstand stärksten Tage seien Sonnabende. An anderen Tagen geht es, wie berichtet, oft sehr ruhig zu.

„Wir können zufrieden sein, uns aber nicht zurücklehnen“, sagte Geschäftsführer Kai-Uwe Ludwig. Das spezielle Konzept mit vielen Designerläden und wenig Filialisten „wird immer arbeitsintensiv sein“.

Der letzte leer stehende Laden werde voraussichtlich bis Weihnachten vermietet. Alle Büros oben seien belegt. Zu den dortigen Mietern gehört die Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey. Der Berliner Lautsprecherhersteller Teufel betreibt nicht nur seinen ersten Laden im Bikini-Haus, sondern hat die ganze Firma mit mehr als 150 Mitarbeitern aus Schöneberg dorthin verlagert.

Bikini Berlin am Zoo nach einem Jahr
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„Wir bedienen eine Nische“, sagte Centermanager Ted Walle. Angesichts dessen und der relativ kleinen Verkaufsfläche von rund 17 000 Quadratmetern seien die Besucherzahlen gut (zum Vergleich: In die Potsdamer-Platz-Arkaden kommen im Schnitt 35 000 Besucher pro Tag und in die neue „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz etwa 100 000).

Viele Menschen suchten das Bikini-Haus „zielgerichtet“ auf, sagte Walle, der Anteil der Käufer unter den Besuchern sei höher als üblich.

Vermietungsprobleme gab es in der ersten Etage, für langfristige Verträge fanden sich zu wenig Interessenten. Nun wurde ein halbes Dutzend Läden dort für kürzere Zeiträume (ab drei Jahre) vermietet.

Eine große Nachfrage gebe es bei den sogenannten Pop-Up-Stores in Holzboxen im Parterre, sagte Ludwig. In diese ziehen vor allem junge Unternehmen für ein bis zwölf Monate.

Jetzt startet auch ein Winterprogramm: Unter anderem gibt es eine kleine Eisbahn, die am 1. Dezember auf der Dachterrasse öffnet, und Bastelworkshops für Kinder.

Zum Gesamtprojekt gehören das Ende 2013 wiedereröffnete Kino Zoo-Palast sowie das Hotel 25hours mit dem Restaurant Neni und der Monkey Bar in der zehnten Etage. CD

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