Berlin-Spandau : Nach Sturm - Berlins größter Friedhof wird wieder geöffnet

Ab Freitag können die Gräber wieder besucht werden. Sechs Wochen war er dicht, viele Gräber sind nach dem Sturm beschädigt.

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Am Freitag soll der Friedhof nach sechs Wochen wieder geöffnet werden.
Am Freitag soll der Friedhof nach sechs Wochen wieder geöffnet werden.Foto: During

Wochenlang war Berlins größter Friedhof gesperrt, jetzt soll er wieder öffnen: Sozusagen in letzter Minute vor den bevorstehenden Gedenktagen wollen die Mitarbeiter des Spandauer Grünflächenamtes die Sturmschäden auf dem Friedhof "In den Kisseln" soweit beseitigt haben, dass Besucher das Areal wieder gefahrlos betreten können.

Am Freitag - nur zwei Tage vor dem Volkstrauertag - sollen die Tore wieder geöffnet werden. Normalerweise nutzen die Angehörigen die Wochen davor, um die Gräber winterfest zu machen. Doch das Gelände ist seit dem 6. Oktober gesperrt, weil der Sturm "Xavier" allein hier 135 Bäume umgerissen hat. Hatte man ursprünglich gehofft, die Gefahren innerhalb von zwei Wochen beseitigen zu können, sind es tatsächlich sechs Wochen geworden.

Schäden an den Gräbern müssen die Abgehörigen selbst regulieren

Die Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamtes haben in den vergangenen Wochen mit viel Einsatz, zahlreichen Überstunden und Einsätzen am Wochenende dafür gesorgt, dass der Friedhof ab kommenden Freitag wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden kann“, sagte Baustadtrat Frank Bewig (CDU). Er dankte der Bevölkerung für das Verständnis. Besucher werden gebeten, sich bei der Friedhofsverwaltung zu melden, falls sie zuvor noch nicht entdeckte Sturmschäden und daraus resultierende, mögliche Gefahrenstellen entdecken. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass Schäden, die durch den Sturm an Gräbern entstanden sind, nicht beseitigt werden, sondern von den Angehörigen selbst zu regulieren sind.

Wegen des Einbaus eines Gitters in die Fahrbahn, mit dem das Eindringen von Wildschweinen zukünftig verhindert werden soll, bleiben die Hauptzufahrt an der Pionierstraße und der Parkplatz auf dem Gelände noch voraussichtlich bis zum Jahresende geschlossen. Weil auch die anderen Zugänge einen zusätzlichen Wildschweinschutz erhalten, sind auch sonst nicht alle Tore geöffnet.

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