Spandaus Repair-Cafés sparen Geld und Müll : Reparieren statt Wegwerfen

Ehrenamtliche unterstützen Spandauer bei der Instandsetzung von defekten Alltagsgegenständen. Jetzt wird das Angebot erweitert.

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Im Repair Café finden Besitzer kaputter Gebrauchsgegenstände fachkundige Reparaturhilfe.
Im Repair Café finden Besitzer kaputter Gebrauchsgegenstände fachkundige Reparaturhilfe.Foto: Klimawerkstatt

Die alte Mikrowelle kaputt, die betagte Kaffeemaschine streikt, das Kleid ist zu eng oder die Hose zu lang? Wem dann die handwerklichen Fähigkeiten fehlen, kann die Sachen in den Müll werfen oder in eines der drei Spandauer Repair-Cafés gehen. Dort organisiert die Spandauer KlimaWerkstatt keinen kostenlosen Reparatur-Service in Konkurrenz zu den entsprechenden Fachbetrieben, sondern bietet eine gemeinschaftlich organisierte Hilfe zur Selbsthilfe als Aktion gegen die Wegwerfkultur. Die Besucher sind in der Regel Mitbürger, denen die klassische Reparatur gebrauchter Gegenstände zu teuer ist und sie diese ansonsten wegwerfen würden.

Ehrenamtliche Helfer

Fach- und sachkundige „Reparateure“ stellen ihr Wissen ehrenamtlich zur Verfügung. Interessierte sowie Tüftlerinnen und Tüftler können hier ihre Erfahrungen austauschen und zudem in gemütlicher Atmosphäre miteinander plaudern. Deshalb auch die Bezeichnung Repair-Café, denn Kaffee und Kuchen sind ebenso fester Bestandteil der nicht-kommerziellen Veranstaltungen wie Schraubenzieher, Lötkolben und Nähmaschine.
Durch die gemeinschaftliche Reparatur von defekten Alltagsgenständen soll dafür geworben werden, Müll zu vermeiden, Ressourcen zu sparen, damit die Umwelt zu schonen und nachhaltige Lebensweisen in der Praxis zu erproben. Neu im Angebot in der Westerwaldstraße sind Unterstützung und Tipps von einer engagierten, erfahrenen Schneiderin beim Nähen und der Reparatur von Kleidungsstücken.

Drei Standorte in Spandau

Die Repair-Cafés finden in Zusammenarbeit mit der gleichnamigen Stiftung monatlich zu bestimmten Terminen immer zwischen 17.30 und 20 Uhr statt. statt. Jeweils am letzten Montag im Monat mit Unterstützung der Evangelischen Zufluchtgemeinde in der Westerwaldstraße 16 im Falkenhagener Feld, also wieder am 30. Mai und am 27. Juni. An jedem zweiten Donnerstag im Monat im Stadtteilladen Adamstraße 39 in der Wilhelmstadt (wieder am 9. Juni) sowie als Textil-Repair-Café am jeweils dritten Mittwoch im Monat (nächster Termin 15. Juni) in Kooperation mit dem Verein Kunstasyl im Heim für Geflüchtete und Asylsuchende in der Staakener Straße 79.

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