Berlin-Steglitz : U-Bahnhof Schlossstraße - nur Sanierung, aber kein Umbau

Nach Tagesspiegel-Informationen verzichtet die BVG auf den vorgesehenen Umbau, der die Wege für die Fahrgäste verkürzt hätte. Der Umbau wäre wesentlich aufwendiger als gedacht.

von
Markante Optik. Der Bahnhof besicht durch sein farbenfrohes Design.
Markante Optik. Der Bahnhof besicht durch sein farbenfrohes Design.Foto: dpa

Am U-Bahnhof Schlossstraße in Steglitz bleiben die Wege zum und vom Bahnsteig für die Züge der U 9 Richtung Rathaus Steglitz lang. Nach Tagesspiegel-Informationen verzichtet die BVG auf den vorgesehenen Umbau, der die Wege verkürzt hätte. Der Umbau wäre wesentlich aufwendiger als ursprünglich gedacht, heißt es im Unternehmen. Schon jetzt war das Projekt mit Kosten von rund zwölf Millionen Euro veranschlagt – und damit sehr teuer. Der Aufsichtsrat hatte die Summe bereits bewilligt. BVG-Sprecherin Petra Reetz sagte, es gebe noch keine endgültige Entscheidung.

Der Bahnhof besteht aus zwei Ebenen, weil dort die Züge von zwei Linien nebeneinander halten sollten – die U 9 und eine damals geplante U 10 (Weißensee–Lichterfelde). Die Züge Richtung Norden sollten am oberen Bahnsteig halten, Richtung Süden sollte es vom unteren gehen. Verwirklicht wurde aber nur die U 9. Beim Umbau sollte der Verkehr auf den oberen Bahnsteig reduziert werden, was den Zugang verkürzt hätte. Dazu hätten aber auch die Rampen im Tunnel umgebaut werden müssen, was, wie es heißt, Folgen für die Statik der Röhre hätte.

Zunächst waren die Planer zuversichtlich, den Umbau vornehmen zu können. Bei den Detailuntersuchungen habe sich dann aber herausgestellt, dass die Arbeiten aufwendiger wären als gedacht.

Saniert wird die aus den 1970er Jahren stammende Station aber trotzdem – zusammen mit den Bahnhöfen Rathaus Steglitz und Friedrich-Wilhelm-Platz. Die historische „Anmutung“ mit viel Sichtbeton soll erhalten bleiben. Ohne aufwendigen Umbau kann wahrscheinlich auch auf die sonst erforderliche mehrmonatige Sperrung der U 9 in ihrem südlichen Bereich verzichtet werden.

Gelbe U-Bahn? Klarer Fall, da ist man in Berlin. Die BVG ist eine berühmte Marke. Sogar Turnbeutel im U-Bahn-Look gibt es - und bald auch andere Fanartikel? Ein Anruf in der Konzernzentrale. Lesen Sie mehr unter diesem Tagesspiegel-Link.

Berlin, deine BVG - jetzt auch mit neuer U-Bahn
Fast 11.000 Mitarbeiter hat die BVG. Sie fahren uns ins Büro, nach Hause, zur Schule und oft auch zur Party. Wird mal Zeit, Danke zu sagen, oder?Weitere Bilder anzeigen
1 von 110Foto: Imago
20.02.2015 11:17Fast 11.000 Mitarbeiter hat die BVG. Sie fahren uns ins Büro, nach Hause, zur Schule und oft auch zur Party. Wird mal Zeit, Danke...



Liebe Leserinnen, liebe Leser,

willkommen im Tagesspiegel Steglitz-Zehlendorf. Unsere lokale Plattform ist offen für Debatten, die die Bürger in Steglitz und Zehlendorf bewegen. Auch direkt aus dem Kiez heraus, aktuell, bürgernah und kritisch. Gerne laden wir auch Sie ein, das Portal gemeinsam mit uns weiterzuentwickeln und zu befüllen; auch die gesellschaftlichen Gruppen und Multiplikatoren sind aufgerufen, eigene Diskussionsbeiträge zu verfassen. Wenn Sie Lust haben, eigene Texte zu liefern, oder Anregungen zu kommunalpolitischen Themen haben, schreiben Sie uns gerne an: steglitz.zehlendorf@tagesspiegel.de

Ihr Team von Tagesspiegel Steglitz-Zehlendorf

10 Kommentare

Neuester Kommentar