Berlin : Bezirkskasse: Spandauer sollen Gebühren am Automaten bezahlen

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Zahlungswillige Kunden des Spandauer Bezirksamtes sollen bald nicht mehr vor geschlossenen Kassen stehen. Um einen den erweiterten Öffnungszeiten der Bürgerberatungsstelle angepassten Service zu bieten, soll die Bezahlung von Gebühren aller Art künftig jederzeit per Automat möglich sein. Eine Vorvereinbarung für ein entsprechendes Pilotprojekt wurde jetzt mit der Senatsinnenverwaltung geschlossen.

Bisher hat jede Behörde ihr eigenes Zahlungsverfahren, so Verwaltungsstadtrat Axel Hedergott (SPD). Jetzt sollen diese "Insellösungen" in ein einheitliches Gesamtsystem integriert werden. Künftig soll es dann nicht mehr passieren können, dass beispielsweise ein Spandauer im Bürgeramt einen Ausweis beantragt, die Bezahlung der fünfzehn Mark Gebühren jedoch daran scheitert, dass die Bezirkskasse bereits geschlossen ist.

Die neuen Maschinen, die zunächst im Rathaus sowie in der künftigen Außenstelle des Bürgeramtes in der Wasserstadt aufgestellt werden sollen, werden für sämtliche Bezirksamts-Abteilungen ebenso Bargeld schlucken als auch bargeldlose Zahlungen entgegennehmen und entsprechend verbuchen.

Gemeinsam mit der Senatsverwaltung wurde ein so genanntes Pflichtenheft für den Automatenhersteller angelegt, sagte Hedergott. Demnächst wird das Automatensystem europaweit ausgeschrieben. Der Innensenator wird Spandau dafür einen Betrag von 300 000 Mark zur Verfügung stellen. Mit der erstmaligen Einführung eines flächendeckenden Zahlungssystems in einer Berliner Verwaltung soll der Bürgerservice deutlich verbessert werden. Geplant ist, das Automatenverfahren nach einer Testphase auch in den übrigen Berliner Bezirken zu installieren.

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