Berlin : Bier für die Bötzow-Brauerei und Hilfen für Syrien

Hans Georg Näder sieht viele Gründe, glücklich zu sein in Berlin. Gerade hat er die renommierte Brooklyn Brewery gewinnen können, demnächst auf seiner Bötzow-Brauerei Bier zu brauen. Die Arbeiten dort schreiten auch gut voran mit David Chipperfield als Architekten. Spannende Ausstellungen, zum Beispiel mit Werken von Neo Rauch, stehen dort im neuen Jahr an. Die erste Umsatzmilliarde in Euro ist auch geschafft, und das Ottobock Science Center am Potsdamer Platz sahen sich schon mehr als 500 000 Besucher an. Genau dort stellte Näder gestern einen Scheck über 100 000 Euro aus.

Bestimmt ist die Summe für das neue Projekt der Otto-Bock-Stiftung, die sein Vater Max 1987 gegründet hat, um die Zusammenarbeit von Ärzten, Therapeuten und Orthopädietechnikern zu fördern. Die gehört inzwischen längst zum Tagesgeschäft des Unternehmens. Nach vielen Initiativen, zum Beispiel nach dem Erdbeben in Haiti, startete Näder mit seiner persönlichen Spende jetzt die Hilfsaktion „Kinder in Not – Hilfe für Syrien“. Zum einen stellt die Stiftung eine mobile Orthopädiewerkstatt in Syrien bereit, um Kinder und Jugendliche, die Gliedmaßen verloren haben, so schnell wie möglich mit Prothesen, Orthesen oder Rollstühlen zu versorgen. Zum anderen lädt sie Familien, die durch den Bürgerkrieg besonders schwer traumatisiert sind, zu einer Erholungszeit nach Deutschland ein, damit die Kinder nach einer Amputation neue Kraft und Mut schöpfen können.

So hart es klingt, gerade im Krieg seien Prothesen überlebenswichtig, hieß es am Freitag, weil man in der Lage sein müsse, schnell wegzulaufen. Als Näders Großvater das Unternehmen 1919 in Berlin gründete, erzielte er 100 Prozent des Umsatzes mit der Versorgung kriegsbedingter Verletzungen. Heute machen solche Verletzungen weniger als fünf Prozent des Umsatzes aus. Bi

Infos unter www.stiftung.ottobock.com

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