Berlin : Bitte Regen!

Andreas Conrad

Der Einfluss des Wetters aufs Fußballspiel ist ein düsteres Kapitel. Dunkel wie die Regenwolken, an denen es derzeit mangelt. Dieses Kaiserwetter werden die meisten begrüßen, verständlich nach wochenlangem Gepladder. Es fragt sich nur, ob das nicht zu kurzsichtig gedacht ist. Der sonnenhungrige Fußballfreund rufe sich lieber in Erinnerung, dass die erste deutsche Meisterschaft 1954 in Bern nicht zuletzt auch nachhaltigen Regengüssen zu verdanken war. Gerade Gegner aus tropischen Ländern wie Costa Rica blühen unter intensiver Sonnenbestrahlung auf, genießen so Heimvorteil selbst in der Fremde. Uns dagegen würde eher Fritz-Walter-Wetter nützen, bei dem die Exoten sich unweigerlich leistungsmindernde Erkältungen zuzögen. Sollte es aber gegen die regenfesten, zu Sonnenbrand neigenden Briten gehen: Scheine, liebe Sonne, scheine!

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