Berlin : Brandenburger Tor: Der letzte Staatsgast vor der Verhüllung

Fünf Tage nach seiner Amtsübernahme als Staatschef von Luxemburg hat Großherzog Henri zusammen mit Großherzogin Maria Teresa Deutschland einen ersten Besuch abgestattet. Der Großherzog und die Großherzogin gingen am Nachmittag durch das Brandenburger Tor - als letzte Staatsgäste, die das Tor durchschreiten, bevor es heute unter einer Plane verschwindet und 16 Monate lang saniert wird. "Es ist fantastisch, von Osten nach Westen zu gehen und zu sehen, wie die Stadt aufgebaut wird", sagte Henri, der Berlin vor der Wende schon einmal besucht hat, bei diesem Spaziergang. Zuletzt waren Henri und Maria Teresa aus Anlass einer Benefizgala im April dieses Jahres in der Stadt.

Nach einem Empfang im Rathaus und der offiziellen Eröffnung der Botschaft Luxemburgs in Berlin sollte das Paar am Abend zurück fliegen. Der kleine Festakt war zunächst bereits im September geplant, wegen des schweren Verkehrsunfalls von Henris jüngerem Bruder Guillaume jedoch verschoben worden. Während das Paar in Berlin weilte, hieß es unterdessen aus Luxemburg, die Genesung Guillaumes mache gute Fortschritte. Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa waren bereits am Mittwoch zu ihrem Antritts-Besuch eingetroffen. Der erste Programmpunkt war am Mittwochabend jedoch rein privater Natur.

Zentrales Thema der politischen Gespräche sollten die Beziehungen zwischen Deutschland, Luxemburg und Europa sein. Bundespräsident Johannes Rau begrüßte das Paar am Donnerstag mit militärischen Ehren. Henri erörterte mit Rau vor allem europäische Fragen. Dabei sei es um die anstehende Reform der EU sowie deren Erweiterung nach Osten gegangen.

Mit Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sprach Henri über die bevorstehenden Gipfel. Er ließ sich nach Angaben des Bundestages von Thierse über die aktuelle Diskussion zum Rechtsextremismus informieren. Thierse lobte die deutsch-luxemburgischen Beziehungen als beispielhaft für eine europäische Zusammenarbeit. Henri und Maria Teresa sprachen auch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder, ohne dass Details mitgeteilt wurden.

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