Berlin : Brandenburger Tor: Im Oktober 2002 soll ausgepackt werden

Das derzeit wegen Sanierungsarbeiten verhüllte Brandenburger Tor soll zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2002 wieder enthüllt werden. Das kündigte Bausenator Peter Strieder (SPD) am Donnerstag in der Fragestunde des Abgeordnetenhauses an.

Zugleich wies Strieder erneut Berichte zurück, die Reinigung des Sandsteins mit Lasertechnologie gefährde das nationale Wahrzeichen. "Entsprechende Berichte entbehren jeden Wahrheitsgehaltes", sagte er.

Dem Senat liegen nach Strieders Worten keinerlei ernst zu nehmende Hinweise vor, dass die derzeitigen Arbeiten dem Brandenburger Tor unter restauratorischen oder ökonomischen Gesichtspunkten Schaden zufügten. Ein im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" so zitierter Fachmann habe sich mittlerweile auch schriftlich von der Darstellung distanziert.

Zur künftigen Farbe des berühmten Denkmales könnte nach den Worten Strieders eine Abstimmung unter den Berlinern organisiert werden. "Wir wollen das Tor so aufbereiten, dass jeder sich vorstellen kann, wie es mal wirken könnte." Das Brandenburger Tor wird seit vergangenem Herbst von der privaten "Stiftung Denkmalschutz Berlin" saniert, die die Kosten von 4,9 Millionen Mark durch Werbeeinnahmen eintreibt - Sponsoren wie die Deutsche Telekom werben dafür auf den Planen, die das Tor verhüllen. Sorgen machen den Restauratoren vor allem die instabilen Verhältnisse des Fundaments. Unter anderem wegen der umfassenden Sicherungsarbeiten hat sich der Zeitplan für die Restaurierung verzögert.

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