Berlin : BSR: Stadtreinigung statt Straßenrand

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Wenn es je einen Grund gegeben hätte, einen ausgedienten Fernseher am Straßenrand oder im Park zu "entsorgen" - er entfiele jetzt. Seit Anfang des Monats nimmt die Stadtreinigung die so genannte braune Ware wie PC, Fernseher, Stereoanlagen und andere elektronische Geräte entgeltfrei an, gratis also.

Bisher musste man 10 bis 25 Mark bezahlen. Und auch wer "weiße Ware" - Kühlschränke, Geschirr- und Waschmaschinen - auf den Betriebshöfen der BSR los werden möchte, kommt jetzt billiger davon. Die Abnahme-Gebühr von bisher 20 bis 45 Mark ist einheitlich auf 20 Mark pro Stück gesenkt worden. Beides gehört zu den allgemeinen Tarifsenkungen des Betriebes, die am 1. April in Kraft getreten sind.

Die Stadtreinigung will, wie berichtet, bis zum Jahr 2003 rund 170 Millionen Mark betriebswirtschaftlich einsparen. Die Tarifsenkungen sind der erste Teil davon. Bei der Straßenreinigung sind die Sätze mit dem Beginn dieses Monats um 5,5 Prozent gesunken, bei der Abfallbeseitigung um 5,6 Prozent. Die Quartalsgebühr für einen 60-Liter-Behälter bei wöchentlicher Leerung liegt beispielsweise nunmehr bei 99,90 Mark (vorher 109,64 Mark). Bei einem 660-Liter-Container sind es 396,40 Mark (vorher 436,97 Mark). Boulevard Berlin:
Was die Stadt bewegt... Wer beim Sperrmüll sparen will, muss selbst zugreifen. Wer das alte Sofa nämlich "ebenerdig" bereitstellt, zahlt seit diesem Monat 20 Prozent weniger: Acht Mark für den Kubikmeter (mindestens aber 40 Mark). Müssen die Männer von der Stadtreinigung dagegen Treppen steigen, kostet der Kubikmeter Sperrmüll weiterhin zehn Mark (mindestens 50 Mark). Neu ist allerdings eine Art Strafgebühr. Alle Leerfahrten, "die durch den Kunden verschuldet sind", kosten künftig 50 Mark.

Auch "Biogut" ist billiger geworden. Wer also Brotreste, Gemüseabfall, Teebeutel, die Einstreu für seinen Hamster oder gebrauchte Papiertaschentücher sammelt, hier ist der neue Tarif: Der 60-Liter-Behälter kostet jetzt 67,70 Mark. Bisher waren es 72,14 Mark.

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