Buchhandel : Letztes Kapitel für Hugendubel in der Tauentzienstraße

Die Münchener Buchhandelskette Hugendubel hat Probleme auf dem Berliner Markt: Ende März 2012 schließt die Filiale an der Tauentzienstraße, und die Gewerkschaft Verdi sieht weitere Häuser bedroht.

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Der für Personal zuständige Hugendubel-Geschäftsführer Thomas Nitz bestätigte auf Nachfrage, der Standort gegenüber dem Breitscheidplatz werde nach dem Ablauf des Mietvertrags geräumt. Man suche aber „Alternativen auf reduzierter Fläche“ in der Nähe.

Vom Personalabbau betroffene Mitarbeiter sollen Jobs in anderen Geschäften der Deutsche Buch Handels GmbH & Co. KG (DBH) erhalten. Die Holding gehört je zur Hälfte der Familie Hugendubel und der Verlagsgruppe Weltbild. Zur Zukunft anderer Hugendubel-Filialen sagt das Unternehmen derzeit nichts. Im „Hugendubel Verdi Infoblog“ schreiben Gewerkschafter, auch das Geschäft in den Potsdamer-Platz-Arkaden mache „seit Jahren schlechte Umsätze“ und werde vermutlich nach dem Ende des Mietvertrags im Frühjahr 2013 verkleinert. Für „sehr fraglich“ halten die Verdi-Vertreter auch die Erhaltung des Hauses an der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg über das Jahr 2014 hinaus. Verlängert wurden dagegen Verträge an der Steglitzer Schlossstraße und in Potsdam. Diese Häuser gelten als die erfolgreichsten der acht Filialen in der Region.

Trennen will sich die DBH-Holding offenbar von den zehn Läden der Wohlthat’schen Buchhandlung in Berlin und Potsdam, die vor allem verbilligte Bücher, Hörbücher und CDs verkaufen. Wie Branchendienste berichten, wird zurzeit ein Käufer gesucht.

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