Bundespresseball 2016 : Der Bundespresseball feiert Freitag im Adlon

Zum Jubiläum des Balls kommen viele Gäste. Ob Bundespräsident Gauck kommt, ist unsicher. Es kommt zu Verkehrsbehinderungen.

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Ob der Bundespräsident dieses Jahr wieder zum Bundespresseball kommt, ist noch nicht klar.
Ob der Bundespräsident dieses Jahr wieder zum Bundespresseball kommt, ist noch nicht klar.Foto: dpa

Rund 2300 Gäste treten am Freitagabend im Hotel Adlon eine Reise durch die Zeit an. So lautet das Motto des 65. Bundespresseballs. Das gilt auch musikalisch. Es gibt Rock ’n’ Roll im Stil der 50er Jahre in der Lobby des Hotels, Beats von DJ Chris Dekker und Walzermusik vom Oberbaum Orchester Berlin. Der Ball habe mit dem Adlon nun ein würdiges Domizil gefunden, sagten die Vorstandsmitglieder der Bundespressekonferenz, Angela Wefers und Tim Szent-Ivanyi. Außerdem hatten sie eine gute Nachricht zu verkünden. Nach schwierigen Jahren steht der Ball wieder auf wirtschaftlich festen Füßen. Es haben sich genügend Sponsoren gefunden. Allein mit den Eintrittskarten, die 350 Euro für Flaneure kosten und 650 für die Dinner-Gäste im Palais-Saal, lässt sich so ein großer Ball nicht finanzieren. Mit der Event-Managerin Nadja Meister ist auch eine neue Organisatorin auf den inzwischen pensionierten Alfred Gertler gefolgt.

Wegen des Bundespresseballs kommt es ab 17 Uhr zu zahlreichen Sperrungen im Bereich Brandenburger Tor, betroffen sind u.a. Unter den Linden, Wilhelmstraße, Ebertstraße und Straße des 17. Juni (bis Samstagmorgen).

Während die Gäste des gesetzten Essens ab 18 Uhr erwartet werden, kommen die Flaneure erst ab 19 Uhr. Nach 21 Uhr sollen der Vorsitzende der Bundespressekonferenz Gregor Mayntz und Daniela Schadt sowie Bundespräsident Joachim Gauck mit Sonja Mayntz den Ball mit einem Walzer eröffnen. Doch die Teilnahme Gaucks ist nicht sicher. Am Mittwoch brach der Bundespräsident einen Besuch in Jena aus gesundheitlichen Gründen ab. Er habe sich einen Infekt zugezogen, hieß es.

Der Bundespresseball 2014
Hier muss der Walzerschritt sitzen: Auf der Tanzfläche des Bundespresseballs drängen sich die Gäste.Weitere Bilder anzeigen
1 von 65Foto: Davids
21.11.2014 22:20Hier muss der Walzerschritt sitzen: Auf der Tanzfläche des Bundespresseballs drängen sich die Gäste.

Dem langjährigen Leiter des ARD-Studios in Brüssel, Rolf-Dieter Krause, wird der diesjährige Preis der Bundespressekonferenz überreicht. Er habe wie kaum ein anderer Kollege Europa ein Gesicht gegeben, würdigte Mayntz die Verdienste des Preisträgers schon vorab. Neben Krause kommen auch der Intendant der Deutschen Welle, Peter Limbourg, und der Vorsitzende des Vereins der Ausländischen Presse, Patrick Thibaut. Erwartet werden auch die Minister Alexander Dobrindt, Hermann Gröhe, Thomas de Maizière, Christian Schmidt und Manuela Schwesig. Im vergangenen Jahr hatte die Anwesenheit der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry, die mit ihrem Lebensgefährten Marcus Pretzell gekommen war, Diskussionen ausgelöst. In diesem Jahr ist die AfD zum Ball nicht eingeladen. Wer auf der Gästeliste steht, werde von Jahr zu Jahr neu entschieden, sagte Gregor Mayntz. Die Bundespressekonferenz habe mehr als 900 Mitglieder, die jeweils eine Begleitung und ein befreundetes Paar mitnehmen könnten.

Sterne-Koch Hendrik Otto sieht dem Abend mit viel Sportsgeist entgegen. Das Dinner muss pünktlich um 21 Uhr beendet sein. Im letzten Jahr muss er tüchtig geschwitzt haben und einem Herzinfarkt nahe gewesen sein, als in der ihm unvertrauten kleinen Küche neben dem Saal der Strom ausfiel. Eigentlich hatte er sich geschworen: „Nie wieder!“ Aber die Komplimente der Gäste haben ihn dann umgestimmt.

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