Bundestagswahl 2013 : Ein Herzchen für meinen Kandidaten

Was tun bei plötzlicher Krankheit? Oder wenn das Kreuz aus Versehen an der falschen Stelle gelandet ist? Was Wähler heute wissen müssen – und wie sie besondere Zuneigung zum Ausdruck bringen können.

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Auf geht's: Wählen Sie!
Auf geht's: Wählen Sie!Foto: dpa

Aufstehen, der Wahltag beginnt!

Wer gern früh in den Tag startet, konnte schon ab 8 Uhr in sein Wahllokal spazieren. Die Adresse steht in einem grauen Kästchen auf der Wahlbenachrichtigung, die jedem Wähler mit der Post zugeschickt wurde. Gehbehinderten Menschen wird dort auch mitgeteilt, ob das Wahllokal, meistens Schulen oder andere öffentliche Gebäude, barrierefrei zugänglich ist. Spätaufsteher können bis 18 Uhr ihr Kreuzchen auf dem Stimmzettel machen. Zu welcher Tageszeit auch immer: Wer wählen will, muss den Personalausweis, Reisepass, Führerschein oder einen anderen amtlichen Ausweis mit Foto mitbringen. Den Wahlbenachrichtigungsschein sollte man nicht, darf man aber vergessen.

Haken und Hunde: Erlaubt ist, was gefällt

Im Wahllokal müssen sich die Wähler ausweisen. Dort sitzen aufmerksame Menschen, die den Wahlvorstand im Stimmbezirk bilden. Sie prüfen, ob der vor ihnen stehende Bürger im Wahlverzeichnis zu finden ist und noch nicht per Brief gewählt hat. Dann wird der Stimmzettel ausgeteilt und im Verzeichnis ein Häkchen gemacht. Sobald eine Wahlkabine frei ist, kann es losgehen. Ein Stift liegt in der Kabine bereit, die von außen nicht einsehbar ist, schließlich ist die Wahl geheim. Kleinkinder dürfen mit in die Kabine genommen werden, notfalls auch der Hund.

Merkel vs. Steinbrück - Ein Vergleich in Bildern
Es ist leider nicht überliefert, was Merkel und Steinbrück in diesem Moment so aus der Fassung gebracht hat. Als sicher kann gelten, dass sie sich nicht gegenseitig angeschaut haben.Weitere Bilder anzeigen
1 von 17Fotos: rtr/AFP
21.09.2013 21:10Es ist leider nicht überliefert, was Merkel und Steinbrück in diesem Moment so aus der Fassung gebracht hat. Als sicher kann...

Es empfiehlt sich, nach einem kurzen, letzten Nachdenken nur jeweils ein Kreuz zu machen: für die Erst- und für die Zweitstimme. Kreative Menschen können die Partei ihrer Wahl auch mit einem Häkchen oder Herzchen kennzeichnen – aber nicht mit einem Fragezeichen. Der Wählerwille muss eindeutig erkennbar sein, ansonsten ist der Stimmzettel ungültig.

Der Zettel darf auch nicht unterschrieben oder bekritzelt werden („Die X-Partei ist doof!“). Auch in diesem Fall ist die Stimme verloren. Erlaubt ist allerdings, nur die Erststimme oder nur die Zweitstimme zu vergeben. Wer sich verwählt hat, kann sich einen neuen Stimmzettel geben lassen, der falsch ausgefüllte wird vom Wahlvorstand sofort zerrissen. Letztlich wird der Stimmzettel unter Aufsicht des Wahlvorstands in die Wahlurne gesteckt. Dann darf der Wähler – hoffentlich zufrieden – von dannen ziehen.

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