Berlin : Burger, Bücher, Babypause

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„Ein Kind wird geboren, das ist eine Stunde null. Ein neuer Mensch … hat die Chance, alles richtig zu machen … keine Lügen, kein Betrügen, keine Burger. Das Problem ist: Kinder lieben Burger.“

Tanja Stelzer ist eine junge Mutter mit Prinzipien. Dass im Alltag mit Kleinkind alles oft ganz anders läuft, als man sich das vorher als kinderlose Karrierefrau vorgestellt hatte, musste sie am eigenen Leib erfahren. „Neulich hinterließ mir meine Putzfrau einen mahnenden Zettel, auf dem stand ’Your house was so dirty!’“, erzählt die Autorin. Für den Tagesspiegel schrieb sie während der Babypause eine Kolumne über ihre Erfahrungen mit ihrem ersten Kind Noah.

Jetzt hat sie die amüsanten Stücke in einem Buch zusammengefasst: „Unsere kleine Familie“ ist im KiepenheuerVerlag erschienen und wurde am Donnerstag bei „Zeitung im Salon“ vorgestellt.

„Natürlich gibt man in so einer Kolumne viel von sich preis. Das habe ich gemerkt, als Leserinnen anriefen und mir Hilfe anboten“, sagte die Autorin im Gespräch mit Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt. „Einige schicken auch Ratgeberliteratur für Eltern, wie ’Jedes Kind kann schlafen lernen’.“

Dass viele Mütter sich in den humorvoll geschriebenen Geschichten wiederfinden, bewiesen die schallend lachenden Damen im Publikum.

Schauplatz des Salons war diesmal der Löwenpalais in Grunewald. In der 1903 vom Architekten des Theaters des Westens, Bernhard Sehring, erbauten Villa ist heute die Stiftung Starke zu Hause, die Künstler beherbergt und fördert.

Im Garten konnten die rund achtzig Gäste bei Fackelbeleuchtung Köstlichkeiten der literarischen Köche von „eßkultur“ genießen. Passend zum Buch gab es eine runde Mischung aus Bewährtem und Neuem: eckige Öko-Burger. dal

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