BVG rüstet auf : Neue Doppeldecker-Busse mit Handy-Ladestationen geplant

Ab Ende des Jahres will die BVG einen neuen Doppeldecker testen. Der soll nicht nur per Anzeige Fahrgäste darüber informieren, wo Plätze frei sind, sondern auch Gelegenheit bieten, leere Handyakkus wieder aufzuladen.

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Doppeldecker fährt am Brandenburger Tor in Berlin entlang.
Doppeldecker fährt am Brandenburger Tor in Berlin entlang.Foto: dpa

Der Neue bringt’s: Der Doppeldecker, den die BVG, wie berichtet, voraussichtlich ab Dezember 2014 testen will, hat besondere Extras, wie es sie in Berlin noch nicht gibt. Bereits beim Einsteigen können Fahrgäste auf einer elektronischen Anzeige erkennen, ob es auf dem Oberdeck noch freie Plätze gibt. Zudem gibt’s oben an jeder Sitzreihe USB-Anschlüsse, an denen Fahrgäste ihre Handys laden können. Internet-Empfang durch die BVG wird es allerdings nicht geben. Zu sehen bekommen die Fahrgäste trotzdem etwas – durch ein Glasdach im Frontbereich des Oberdecks.

Allerdings hat der Test-Bus auch nur noch eine Treppe, die in Fahrtrichtung nach oben führt – mit einer LED-Beleuchtung an den Stufen und an den Wänden. Sie soll dafür breiter sein als die bisherigen Wendeltreppen. Befürchtungen, die Fahrgäste könnten sich auf nur noch einer Treppe ins Gehege kommen, teilt die BVG nicht. Serienmäßig gibt es die Doppeltreppen im Doppeldecker bei der BVG ohnehin erst seit 1978. Auch andere Städte, die Doppeldecker einsetzen, kommen meist mit einer Treppe aus.

Die BVG will bei dem neuen Typ Kosten sparen. Sie will deshalb kein Modell mehr nur für Berlin entwickeln lassen, sondern auf Serienfahrzeuge zurückgreifen, die auch in anderen Städten laufen. Der Bus ist deshalb mit elf Metern kürzer als die vergangene Serie, deren Busse 13,7 Meter lang sind. 89 Fahrgäste finden im kurzen Doppeldecker Platz, im langen sind es rechnerisch 128. Dafür kommt der Neue mit zwei statt drei Achsen aus, was ebenfalls die Kosten drückt. Den Zuschlag für den Testbus hat Scania erhalten. Ob die BVG diesen Typ anschafft, entscheidet sich im Test, für den rund ein Jahr angesetzt ist.

Ziel sei es, mit verschiedenen Fahrzeugen ein „passgenaues Angebot“ machen zu können, sagte Buschef Martin Koller. Für eine lange Version des Busses habe es in der europaweiten Ausschreibung kein Angebot gegeben, sagte Sprecherin Petra Reetz.

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