CHRONIK EINES SKANDALS : 20 000 Euro für die CDU-Parteikasse

1994



Mit Zustimmung von CDU und SPD wird die landeseigene Bankgesellschaft Berlin gegründet, die aus der Landesbank, der Berliner Bank und der Berlin Hyp hervorgeht.

1995

Der erste geschlossene Immobilienfonds mit einem Volumen von einer halben Milliarde Euro wird aufgelegt. Das große Geschäft kommt ins Rollen.

Die Inhaber der Immobilienfirma Aubis, Christian Neuling und Klaus Wienhold, spenden der Berliner CDU knapp 20 000 Euro. Wienhold übergibt das Geld

in bar dem CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky, der gleichzeitig eine der führenden Figuren im Bankkonzern ist.

1996/97

Die Bankgesellschaft nimmt vor dem Hintergrund riskanter Immobilien- und Kreditgeschäfte Wertberichtigungen in Milliardenhöhe vor.

1998

Der Konzern ringt sich dazu durch, ab dem Folgejahr keine Dividende mehr zu zahlen.

2000

Der Versuch scheitert, das riskante Fondsgeschäft an einen Investor auf den Caymann-Inseln zu verkaufen.

2001

Die Bargeldspende der Aubis-Inhaber an die CDU wird öffentlich und in der Folge auch die umstrittenen Kredite der Berlin Hyp an Aubis. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Im Laufe des Frühjahrs gibt Landowsky seine Ämter im Abgeordnetenhaus und in der CDU auf. Im Juni zerbricht die große Koalition und Klaus Wowereit (SPD) wird von einer rot-rot-grünen Mehrheit zum Regierenden Bürgermeister gewählt.

2002

Das Land Berlin schirmt die Finanzrisiken aus den Alt-Immobiliengeschäften der Bankgesellschaft mit einer Bürgschaft von 21,6 Milliarden Euro ab.

2007

Die Bankgesellschaft wird für 5,3 Mrd. Euro verkauft.

0 Kommentare

Neuester Kommentar