Chronik : Hochzeiten, die in Prügeleien enden

Thomas Friederich

16.12.2009: Während einer Hochzeitsfeier in der Neuköllnischen Allee dringen mehrere Personen in den Saal ein und liefern sich eine Schlägerei mit den rund 300 Gästen. Die Auseinandersetzung geht mit 40 Personen in der Schierker Straße weiter. Drei Männer werden mit Stichverletzungen und Schädeltraumata ins Krankenhaus gebracht. 

26.10.2008: Der 18-jahrige Schadi K. wird aufgefordert, eine arabische Hochzeitsfeier in Neukölln zu verlassen, weigert sich aber. Vor der Tür kommt es zu einer Schlägerei zwischen mehreren der 250 Gäste. Zwei Männer werden durch Stichwunden verletzt. Auch nach Eintreffen der Polizei beschimpfen sich zwei Gruppen hartnäckig. Keiner der Beteiligten will den Polizeibeamten etwas zur Herkunft der Wunden oder zu den Hintergründen des Streits mitteilen. 

10.11.2007: Erst durch einen Warnschuss kann die Polizei eine  Schlägerei unter Teilnehmern einer Hochzeitsfeier mit Besuchern eines Cafés bremsen. Die Kontrahenten hatten sich sich mit Stühlen beworfen und mit Knüppeln aufeinander eingeschlagen. 100 Beamte müssen die 50 Streithähne zur Ruhe bringen. Auch Tage später ist der Anlass der Prügelei nicht klar. 

2.7.2006: Die Feier eines Berliner Hochzeitspaares auf Schloss Marquardt wird gestört. Die zwölf kahl geschorenen Schläger zwischen 20 und 35 Jahren kommen aus den Potsdamer Ortsteilen Marquardt und Fahrland. Beim Überfall singen sie "Deutschland, Deutschland über alles". "Das ist unser Dorf, ihr habt hier nichts zu suchen", soll gerufen worden sein. Die Potsdamer Polizei verheimlicht den Vorfall ohne nähere Begründung zunächst. Später werden sechs der Täter angeklagt. 

5.3.2003: Eine 18-jährige Türkin und ein 19-jähriger Albaner planen ihre Hochzeit, ihre Clans allerdings wollen sie in einem "klärendes Gespräch" in einem Weddinger Café davon abbringen. Vor allem die albanische Seite lehnt die Hochzeit ab. Das Gespräch eskaliert nach wenigen Minuten, setzt sich auf dem Gehweg in einer Rangelei fort und wird schließlich durch Schüsse aus einer Waffe beendet. Lebensgefährlich verletzt liegt am Ende der 38 Jahre alte Halbbruder der Braut auf dem Gehweg. In seiner Wut hatte der 54-jährige Schütze auch noch seinem eigenen 21-jährigen Sohn ins Gesäß geschossen und ihn schwer verletzt. Beide Familien wohnten im Soldiner Kiez.

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