Berlin : City Reach International: Überwachte Kabelschächte

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Versenkbare Autosperren in der Zufahrt und Rüttelsensoren am Zaun machen die ehemalige Siemens-Fabrik an der Paulsternstraße zum Hochsicherheitstrakt. Kameras und Infrarot-Bewegungsmelder überwachen selbst die Kabelschächte. Gestern eröffnete hier die britische City Reach International ihr erstes Internet-Infrastruktur-Dienstleistungszentrum in Deutschland. 50 Millionen Mark wurden ohne öffentliche Förderung in den Standort investiert. 34 Mitarbeiter aus acht Nationen werden beschäftigt. Die notwendigen Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen wurden in Rekordzeit erteilt, lobte Niederlassungs-Direktor Rainer Erdmann.

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Immer mehr Firmen gehen dazu über, das Internet für die Abwicklung ihrer Geschäftsabläufe zu nutzen, sagte City-Reach-Chef Sanjaya Addanki. Dafür seien besonders hohe Sicherheits- und Zuverlässigkeitsstandards erforderlich. Als Dienstleister bietet seine Firma Service-Providern und Systemintegratoren sowie Großunternehmen die Alternative, ihre Rechenzentren statt unter dem eigenem Dach kostengünstiger in einer vorhandenen Infrastruktur einzurichten. Dazu können Standplätze vom einzelnen Schrank bis zum 900-Quadratmeter-Saal gemietet werden.

Alle Versorgungs- und Überwachungsanlagen sind doppelt vorhanden. Ein Stromausfall wird verzögerungsfrei durch Batterien überbrückt, bis innerhalb von vier Minuten die Notstromgeneratoren laufen. Deren Dieselvorrat reicht für 72 Stunden. Hochempfindliche Rauchsensoren und Argon-Löschanlagen würden jeden Brand bereits im Keim ersticken. Wirtschafts-Staatssekretärin Gisela Meister-Scheufelen bezeichnete City Reach als ein zusätzliches Argument für die weitere Ansiedlung von Firmen der IT-Branche. Mit mehr als 8000 Unternehmen, rund 100 000 Beschäftigten und 20 Milliarden Mark Umsatz sei Berlin auch die Internet-Hauptstadt Deutschlands.

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