Berlin : Darf es eine Fleischwunde sein? Monsternachwuchs im Filmpark Babelsberg

Steffi Pyanoe
Steht ihm. Und lässt sich ja zum Glück abwaschen. Foto: Manfred Thomas
Steht ihm. Und lässt sich ja zum Glück abwaschen. Foto: Manfred Thomas

Potsdam - Starvisagist Andrej Baranow schaut seinem Model tief in die perfekt geschminkten Augen und fragt: „Was hältst du von einer kleinen Fleischwunde auf der Stirn?“ Vor ihnen im Saal sitzen an diesem Sonntag angehende Filmparkmonster, die gleich lernen werden, wie sie aus Papiertaschentüchern, Flüssiglatex und Haferflocken vermeintliche Schnitt- und Brandwunden basteln können. Der Schulungstermin ist Pflicht für die etwa 100 Darsteller, die während der Horrornächte Ende Oktober im Babelsberger Filmpark Besucher das Fürchten lehren wollen.

Wie eine Maske gestaltet werden soll, entscheiden die Laiendarsteller zusammen mit Andrej Baranow, einem Make-up-Künstler, der seit Jahren unter anderem die Berlinale-Stars aufhübscht. „Ich kann hier das herausstellen, was ich sonst abdecken muss, Augenringe, Falten, Altersflecke“, schwärmt er. Die Monstermaske muss zum Typ passen – und ins Gesamtkonzept. „Damit wir am Ende nicht 96 Freddy Kruegers rumlaufen haben.“ Nach dem Schminken geht’s zum Bewegungstraining: Ein angemessen schlurfender Zombiegang ist schließlich Pflicht.Steffi Pyanoe

Horrornächte im Filmpark Babelsberg am 25., 26. und 31. Oktober und am 1. und 2. November für Besucher ab 16 Jahren

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