Berlin : Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik

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Das MaxPlanck-Institut für Gravitationsphysik (auch Albert-Einstein-Institut, kurz: AEI) in Golm bei Potsdam ist in erster Linie eine Adresse für Spezialisten und Astronomie-Begeisterte.

Nach eigenen Angaben ist das AEI die größte Einrichtung weltweit, die sich um die Weiterentwicklung der Einsteinschen Relativitätstheorie bemüht. Die Wissenschaftler arbeiten beflissen an der Messung von Gravitationswellen . Deren direkter, experimenteller Nachweis gehört zu den größten Herausforderungen der modernen Physik. Die Forscher rechnen damit, dass sie Gravitationswellen ab 2013 mit Hilfe der Laser Interferometer Space Antenna (LISA), einem gemeinsamen Vorhaben von ESA und NASA, im Weltraum messen können.

GRAVITATIONSWELLEN:

Sie entstehen, wenn sich große Massen – etwa Sterne oder Galaxien – bewegen. Gravitationswellen sind Störungen im Raum-Zeit-Gefüge, die sich mit Lichtgeschwindigkeit nach allen Seiten ausbreiten. Sie stauchen und dehnen abwechselnd den Raum – die Abstände zwischen den im Raum enthaltenen Objekten ändern sich. Sehr kräftige Gravitationswellen, etwa aus einer Sternexplosion in einer benachbarten Galaxie verändern den Abstand zwischen Erde und Sonne (ca. 150 Millionen Kilometer) während einiger tausendstel Sekunden um den Durchmesser eines Wasserstoffatoms.

ZAHLEN ZUM INSTITUT:

108 Mitarbeiter: u.a. 73 Wissenschaftler (11 festangestellt, 34 Postdoktoranden, 26 Doktoranden, 2 Diplomanden).

FÜHRUNGEN:

Die Forscher arbeiten rein theoretisch, spektakuläre Apparate gibt es also nicht auszuprobieren. Interessante Führungen aber sind, nach Absprache (ca. eine Woche vorher) möglich. Vor allem für Schulklassen Infos und Absprachen: Dr. Elke Müller, Tel.: 0331/567 7303,

Mail: elke.mueller@aei.mpg.de.

THEMEN FÜR FÜHRUNGEN:

- Physik von Schwarzen Löchern und Neutronensternen.

Sternexplosionen, Kollisionen Schwarzer Löcher mit Neutronensternen und andere kosmische Katastrophen (auch die stehen im Zusammenhang mit Gravitationswellen).

- Geschichtliche Hintergünde: Albert Einstein sagte die Existenz von Gravitationswellen schon vor 90 Jahren voraus. Er glaubte nur nicht, dass man sie jemals würde messen können. Vermutlich – das versuchen die Forscher im AEI zu beweisen – irrte er in diesem Punkt.

- Zukunftsprognosen: Die Messung von Gravitationswellen soll ein vollkommen neues Fenster zum Universum öffnen und Informationen über Objekte liefern, die mit bisherigen Methoden nicht sichtbar sind.

IM EINSTEINJAHR 2005:

Wissenschaftssommer (11.6.-25.6.05). Nächster Tag der offenen Tür auf dem Campus: 27. August 2005 (gemeinsam mit den beiden anderen Max-Planck-Instituten, dem Fraunhofer Institut und der Universität Potsdam).

ADRESSE:

Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), Am Mühlenberg 1, 14476 Golm. mne

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