Berlin : Demos, Läufer und Gedenken: Zentrum dicht

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Nichts ging mehr. Zeitweise war der öffentliche Nahverkehr im Zentrum gestern völlig lahm gelegt. Autofahrer schienen sich dagegen auf die Straßensperrungen wegen der Feiern und Proteste am 8. Mai sowie wegen des 25Kilometer-Laufes am Morgen vorbereitet zu haben. Große Staus gab es nicht. Die BVG musste jedoch bereits am Morgen ihren Betrieb erheblich einschränken. Wegen der NPD-Demonstration fuhren von 9 Uhr an keine Straßenbahnen mehr zum Alex und zum Hackeschen Markt. Gegen 13 Uhr musste dann im gesamten östlichen Zentrum auf Anweisung der Polizei der Strom für die Straßenbahn für zwei Stunden abgeschaltet werden – zur Vorbeugung bei einem Wasserwerfereinsatz. Beim Abzug der NPD-Anhänger war der Bahnhof Alexanderplatz am Abend für über eine Stunde für normale Fahrgäste gesperrt, dies betraf Fern- und S-Bahn. Die Rechtsextremisten wurden in Sonderzügen nach Springpfuhl gebracht, dort standen deren Reisebusse. Die Züge für die Rechten sollten auf Anweisung der Polizei leer am Alex ankommen, deshalb mussten die Fahrgäste an der Friedrichstraße diese Züge verlassen, sagte ein S-Bahn-Sprecher. Die Busse der Linien 100 und 200 fuhren nur zwischen Zoo und Siegessäule beziehungsweise Philharmonie. Bei der U-Bahn war der Bahnhof Klosterstraße an der U 2 fast den ganzen Tag gesperrt, auch die Station Weinmeisterstraße an der U 8 war zeitweise dicht.

Auch beim 25-Kilometer-Lauf hatten Busse am Morgen zum Teil schon lange vor dem Start ihre Fahrt unterbrochen. Auf Anweisung der Polizei, wie Renndirektor Derk Kogelheide sagte. Dass am Tag der Feiern und Proteste auch noch der Lauf stattfand, habe sich nicht vermeiden lassen. Am 1. Mai sei der Lauf nicht erlaubt worden, kommende Woche wird das Turnfest eröffnet, eine Woche später dessen Abschluss gefeiert, und eine weitere Woche darauf finde ein großer Frauenlauf statt. kt/Ha

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