Berlin : Der Bildhauer, der ein Bauplastiker war

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Otto Lessing, 1846 – 1912

Otto Lessing ist der Sohn des Historienmalers Karl Friedrich Lessing. Gotthold Ephraim Lessing, der Dichter, ist sein Urgroßonkel. Otto wuchs in Düsseldorf und Karlsruhe auf, wo sein Vater Direktor der Gemäldegalerie wurde. Der Maler Anton von Werner, wenig älter als Otto, verkehrte bei den Lessings, ebenso wie Johannes Brahms. Nach seiner Rückkehr aus dem Frankreich-Feldzug ging Otto Lessing nach Berlin. Er etablierte sich als Bauplastiker, was ihm zwar den Spott seiner Bildhauer-Kollegen eintrug („Stukkateur“), aber die finanzielle Basis für Familie und Werkstatt schuf. 1884 wurde er Mitglied der Akademie der Künste, bekam Aufträge für die Fassadengestaltung des Reichstagsgebäudes und des Berliner Doms. Von ihm ist das Lessing-Denkmal im Tiergarten.

Im Krieg schlug eine Bombe in sein Grab ein, die Schäden wurden nie beseitigt, obwohl es sich um ein Ehrengrab des Landes handelt. Es liegt auf dem Friedhof Grunewald, Bornstedter Straße.

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