Berlin : Der Mauerbau: Fotowand vor dem Abgeordnetenhaus

CS

Eine Mauer aus Großfotos versperrt seit gestern den Blick auf das Berliner Abgeordnetenhaus im Preußischen Landtag. Anlässlich des 40. Jahrestages der Teilung der Stadt wurden 55 Fotografien aus den Tages des Mauerbaus an einem 45 Meter langen und 5 Meter hohen Stahlgerüst entlang der Niederkirchnerstraße angebracht: Maurer setzten akkurat die letzten Steine, Grenzsoldaten kontrollieren am Stacheldraht, Schaulustige drängeln sich auf West-Berliner Gebiet - wer hier entlangläuft, gerät zurück in die Zeit des Kalten Krieges.

Zum Thema Fototour: 40 Jahre Mauerbau Die symbolische Fotomauer steht auf einstigem Niemandsland. Exakt an dieser Stelle verliefen Mauer und Todesstreifen und trennten den Martin-Gropius-Bau (auf westlicher Seite) vom Preußischen Landtag im Ostteil. Vor allem das Landesarchiv Berlin steuerte für die Fotodokumentation eindrucksvolle Bilder bei, darüber hinaus wurden Szenen aus dem Bestand der Fotografen Klaus Lehnartz und Hans-Joachim Helwig-Wilson verwandt. Wer ins Abgeordnetenhaus will, kann die Mauer übrigens an einer Pforte - ganz ohne Kontrolle - durchqueren.

In der Wandelhalle des Parlaments wird unterdessen eine weitere Fotoschau vorbereitet. Regie führt hier der Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Zu sehen sind Alltagssituationen vor und nach dem Mauerbau am 13. August des Jahres 1961 - fotografiert von Hans-Joachim Helwig-Wilson. Die Schau wird am kommenden Freitag eröffnet.

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