• "Der Patriot" Premiere: Die Berlinale in den Schatten gestellt - Mel Gibson kam zum Potsdamer Platz

Berlin : "Der Patriot" Premiere: Die Berlinale in den Schatten gestellt - Mel Gibson kam zum Potsdamer Platz

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Bescheidenheit ist nicht das Markenzeichen von Jürgen Schau. Der Chef der deutschen Sektion der Columbia-Tri-Star-Film wollte zur ersten Premiere unter seiner Regie in Berlin nicht kleckern. Deshalb hat er gleich alle acht Säle des Multiplex-Kinos im Sony-Center gebucht, um die Deutschland-Premiere von "Der Patriot" zu feiern. Alle 2400 Sessel belegt - damit stellte die Feier am Montagabend zuschauermäßig locker jede Berlinale-Premiere in den Schatten. Noch-Festivalchef Moritz de Hadeln war ganz blass. Und dann hatte Jürgen Schau die wichtigsten Personen des Films eingeladen - die sich allerdings etwas Zeit ließen: US-Star und Hauptdarsteller Mel Gibson und Regisseur Roland Emmerich.

Vor knapp einem Jahr ist die Columbia-Tri-Star von München nach Berlin gezogen. Die Sony-Tochter hat mit dem überdachten Forum des Centers am Potsdamer Platz einen äußerst glamourtauglichen Rahmen. Ein roter Teppich von rekordverdächtiger Länge, an dem sich die zahllosen Kameraleute und Fotografen aufreihen können, ohne dass es das übliche Geschubse um die besten Bilder gibt. Nur ein bisschen zugig ist es unter dem Zeltdach. Schauspielerin Jasmin Tabatabai eilte schnellen Schrittes ebenso ins Warme wie Horst Buchholz und Guido Westerwelle. Und danach wird gefeiert. Im Foyer unter mit Buffet, Musik und Tanz.

Vor dem Hotel Four Seasons warteten die Fans und Fotografen am Sonntag zumindest auf den Star vergeblich: Mel Gibson ließ sich nach seiner Ankunft geradewegs in die Tiergarage der Luxus-Herberge am Gendarmenmarkt chauffieren und checkte von dort aus ein. Mit dabei war nur Jürgen Schau. Vor den Türen des Hotels konnte Jürgen Schau dann auch Roland Emmerich begrüßen. Am Sonntagabend führte er die beiden zum Essen aus, um die Ecke, ins Restaurant Borchardt. Hauschef Roland Mary servierte Krebssalat, Loup de Mer auf getrüffeltem Kartoffelpüree und Blancmanger von der Kokosnuss. Zumindest für Roland Emmerich begann der Montag dann stressig. Im Gegensatz zu Mel Gibson gab er den ganzen Tag Interviews und haute auf die Werbetrommel für seinen Film, der demnächst in den Kinos zu sehen ist.

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