Berlin : Deutsch-britische Härte

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Das Mikrofon in der Britischen Botschaft war so hoch eingestellt, das sich Uwe Seeler mächtig strecken musste, um seine Worte loszuwerden. „Der Preis macht mich stolz und glücklich“, sagte der Ehrenspielführer der deutschen FußballNationalmannschaft, der für sein soziales Engagement geehrt wurde. Seeler erhielt den Trautmann-Award in Berlin von Englands ehemaligem Nationalspieler Tony Woodcock . Die Trophäe erinnert an den Torwart Bernd Trautmann , der aus gesundheitlichen Gründen nicht am Botschaftsempfang teilnehmen konnte. Trautmann, heute 81, kam im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangener nach England. Dort wurde er 1956 als erster ausländischer Spieler zum Fußballer des Jahres gewählt. Der Torhüter von Manchester City hatte sich in jenem Jahr im Pokalfinale den Halswirbel gebrochen und trotzdem zu Ende gespielt. Vor zwei Jahren gründete er die Trautmann-Foundation, die mittels Fußball die deutsch-britische Verständigung fördern will. In Berlin sprachen Fans und Funktionäre darüber, wie sich Großbritannien und Deutschland auf die WM 2006 vorbereiten. AG

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