Berlin : Die aktuelle Frage: "Müssen die Berliner beunruhigt sein?"

Herr Körting[warum haben Sie am Sonntag eine]

Ehrhart Körting, (49), Rechtsanwalt, ist Innensenator der rot-grünen Koalition. Körting war von 1997 bis 1999 Justizsenator in Berlin.

Herr Körting, warum haben Sie am Sonntag einen eindringlichen Friedens-Appell an die muslimische Bevölkerung geschickt? Gibt es Grund zur Beunruhigung?

Nein. Nur ganz wenige unter den 200 000 Muslimen sind dem gewaltbereiten Spektrum zuzuordnen. Der Appell sollte den anderen Muslimen zeigen, dass wir solidarisch miteinander umgehen sollten, und dass sie andererseits auch Gewalttaten verhindern sollten, wenn sie davon Kenntnis bekämen.

Von welchen islamistisch-extremistischen Gruppen gehen Gefahren aus?

Nur von ganz wenigen. Insbesondere von einigen Anhängern der Hamas- und der Hizbollah. Diese Gruppen zeigen in der Regel ihre Unterstützung verbal. Sie sind aber schnell emotionalisiert. Das sind einige wenige, darunter viele Jugendliche.

Schließen Sie Selbstmordattentate aus?

Nachdem was wir wissen, gibt es hierfür derzeit keine konkrete Anhaltspunkte. Einzeltäter sind hier nie auszuschließen.

Der Berliner Verfassungsschutz hat keinen guten Ruf. Wie hat er sich auf die aktuelle Situation vorbereitet?

Der Verfassungsschutz hatte keinen guten Ruf. Er wurde umstrukturiert, hat eine neue Führungsspitze auch im Bereich des Ausländer-Extremismus. Er ist gut arbeitsfähig.

Welche Objekte beobachtet der Verfassungsschutz? Haben Sie Kenntnisse über Versammlungen extremistischer Muslime?

Darüber gebe ich keine Auskünfte.

Haben Verfassungs- und Staatsschutz ausreichend Dolmetscher für arabische Sprachen?

Wir haben kein Sprachen-Problem.

Wird das 13-Millionen-Mark Sofortpogramm für Sicherungsmaßnahmen aufgestockt?

Ich würde jederzeit die Unterstützung des Senates bekommen. Momentan haben wir aber alles, was wir brauchen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben