Die erste Tour : Immer an der Wuhle lang: 10 Kilometer mit kleinen Abstechern

Der Start zur gemütlichen Familientour beginnt am S-Bahnhof Ahrensfelde (1). Hier endet die S-Bahnlinie S 7 aus der Innenstadt. Außerdem halten am Bahnhof die Züge der Regionalbahn vom Bahnhof Lichtenberg nach Werneuchen. Wir radeln stadtauswärts entlang der B 158 und biegen in der Ahrensfelder Dorfmitte rechts in die Feldstraße ab – nach einem Stück in Brandenburg wieder Berliner Territorium.

Im Dorf.

Wer sich etwas länger umsehen möchte, fährt auf der Dorfstraße (B 158) weiter bis zur nächsten Ampel, biegt nach links in die Lindenberger Straße ab und erreicht hinter den Bahngleisen die Ulmenallee, die zum Ausflugslokal Lindenhof und weiter zum Friedhof führt. Dort befindet sich die Quelle der Wuhle, die sich aus dem Wasser mehrerer Gräben speist und bis Köpenick zu einem schmalen Fluss wird. Auf der Feldstraße links halten und in Höhe eines Abenteuerspielplatzes nach links in den Gartenweg abbiegen. Sie stößt auf die Straße An der Wuhle, die in den ausgeschilderten Wuhlewanderweg (2) übergeht. Nach einer Weile kommen rechs die Hochhäuser der Havemannstraße (3) ins Blickfeld. Sie kann als Abkürzung vom S-Bahnhof Ahrensfelde genutzt werden. Überragt wird der Eichepark vom Kletterturm (4), der aus 550 Betonplatten demontierter Balkone zusammengesetzt ist. Die Berliner Sektion des Deutschen Alpenvereins nutzt ihn fürs Training.

Blick ins Tal.

Nach der Brücke über die Wuhle bietet sich ein Abstecher auf die Ahrensfelder Berge (5) an. Man kann die Räder entweder unten angeschlossen stehen lassen und mit nach oben nehmen. Die Aussicht auf Berlin und das Brandenburger Umland ist einfach bezaubernd. Der Wuhlewanderweg bleibt romantisch und stößt hinter einem schmiedeeisernen Parktor auf die Landsberger Allee (6). Wir wenden uns nach links, um an der nächsten Ampel die Straße zu überqueren. Direkt hinter der Kreuzung zweigt der Rad- und Wanderweg nach rechts von der Zossener Straße ab. Die Etappe endet an der Eisenacher Straße.

Gartenpracht.

Von dort sind es nur 400 Meter bis zum Eingang der „Gärten der Welt“ (7). Für einen Besuch sollten etwa zwei Stunden eingeplant werden, um sich in den Anlagen in ferne Welten zu träumen, im Labyrinth zu vergnügen oder einzukehren.

Wasser und Wald. Danach radelt man zurück zur Fortsetzung des Wuhlewanderweges, der entlang einer unerwarteten Vielfalt von Auwäldern, kleinen Seen und Seitenarmen der Wuhle führt. Über eine schmale Brücke gelangen man auf das rechte Ufer. Wenig später zweigt ein Weg auf den Kienberg (8) ab. Der Pfad schlängelt sich teilweise am Zaun der Gartenausstellung entlang. Wer auf den Gipfel will, muss sich nach gut 200 Metern rechts halten (gepflasterter Weg).

Ein wenig Geschichte.

Die Tour erreicht die Cecilienstraße, wo es rechts der Wuhle weiter geht. Es lugen bereits die Dächer des ehemaligen Wilhelm-Giesinger-Krankenhauses (9) über den Kronen der Kirsch- und Magnolienbäume hervor. Ein Hinweisschild macht auf die Krankenhauskirche aufmerksam, die 1883 zusammen mit der „Anstalt für Epileptische Wuhlgarten“ eröffnet worden war. Seit 2011 ist sie restauriert, während die Mehrzahl der historischen Klinikbauten für neue Nutzungen umgebaut wird. Nebenan beginnt das Gelände des Unfallkrankenhauses Marzahn. Der Hauptweg endet an der Altentreptower Straße. Gegenüber befindet sich der S- und U-Bahnhof Wuhletal (10) mit direktem Anschluss an die Berliner Innenstadt. Im Kiosk gibt’s neben einem Imbiss auch Leihräder und Karten.

Abstecher Schloss.

Entlang der Altentreptower Straße kann man bis zum S-Bahnhof Biesdorf (11) radeln und dort den Schlosspark Biesdorf besuchen (12). Das Schloss befindet sich zwar im Umbau, aber der Park lädt nicht zuletzt im Lesegarten zur Rast ein. Der Wuhlewanderweg selbst (13) führt hinter dem S-Bahnhof Wuhletal bis Köpenick.

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