Berlin : Die Fans im Trockenen zahlen mehr

Hertha garantiert, dass 30 000 Zuschauer ab der kommenden Saison überdacht sitzen. Dafür steigen aber die Preise

André Görke

Die Saison in der Bundesliga ist noch nicht zu Ende – doch bei Hertha BSC stehen die Preise für die kommende Spielzeit schon fest. Für die Fans in der Ostkurve gibt’s eine gute Nachricht: Der Preis wird weiterhin bei acht Euro pro Spiel liegen. Für die Zuschauer auf der Gegentribüne des Olympiastadions dagegen wird’s teurer: Die Eintrittspreise steigen von 26 Euro auf bis zu 45 Euro für jedes der 17 Heimspiele. Der Grund: Ab Sommer werden etwa 30 000 Zuschauer ein Dach über dem Kopf haben.

Die Dauerkarte in der Fankurve kostet 99 Euro, das sind knapp sechs Euro pro Heimspiel, BVG-Ticket inklusive. Doch es geht noch billiger: Mitglieder der eingetragenen Hertha-Fanclubs zahlen nur 85 Euro, also fünf Euro pro Spiel. „Das Argument, aus finanziellen Gründen nicht ins Olympiastadion zu gehen, fällt weg“, sagte Manager Dieter Hoeneß. Zusätzlich berechtigt die Dauerkarte zum Besuch des ersten „Sonderspiels“. Ob das ein Europacup- oder ein DFB-Pokal-Spiel ist, hängt davon ab, wann der erste Termin steht. Bekommt Hertha im DFB-Pokal einen Amateurklub zugelost, müssen die Berliner auswärts antreten. Somit würde die Eintrittskarte zu einem Europacupspiel berechtigen. In der Bundesliga wird es wohl bei zwei besonders attraktiven Gegnern – etwa Bayern München – einen so genannten Topzuschlag von zwei bis fünf Euro geben.

Der Vorverkauf beginnt am 21. Mai (Hotline: 01805-18 92 00). Hertha-Fans, die schon in dieser Saison im Besitz einer Dauerkarte waren, können sich bis 9. Juni Zeit lassen. „Bis dahin sind die Karten reserviert“, sagte Schiller. Hertha hat in der laufenden Saison etwa 24 000 Dauerkarten verkauft. Das wolle man übertreffen, sagte Hoeneß. Der im Etat angesetzte Zuschauerschnitt wurde nicht erhöht: „Wir planen wieder mit 38 000 Besuchern pro Spiel“, so Hoeneß. Das ist auch der bisherige Schnitt in dieser Saison. Und das ausverkaufte Heimspiel gegen Bayern München mit 58 500 Zuschauern kommt noch – am Sonnabend. Das letzte Heimspiel steigt dann am 24. Mai gegen Kaiserslautern.

Für die Dauerkartenkäufer hat Hertha ein Geschenk parat. „Jeder wird eine Fahne bekommen. Das würde ein fantastisches Bild abgeben bei den Heimspielen“, sagte Hoeneß. Die Bundesligasaison 03/04 beginnt am 2. /3. August. Für den 1. FC Union beginnt die Saison in der Zweiten Bundesliga schon einen Tag früher. Auch bei den Köpenickern stehen die Preise schon fest: Für die Dauerkarte auf der Fantribüne zahlen die Fans 112,50 Euro, das sind 6,60 Euro pro Heimspiel, an der Tageskasse kostet die Einzelkarte 7,50 Euro. Wer im Stadion an der Alten Försterei überdacht sitzen möchte, kommt preiswerter weg als bei Hertha: 300 Euro kostet die Dauer-, 20 Euro die Einzelkarte. Zum Vergleich: Die Basketballer von Alba nehmen sechs Euro Eintritt.

Hertha-Preise im Internet:

www.herthabsc.de/tickets

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