Berlin : Die Kleinstadt lässt grüßen

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Hochschulen und Forschung gehören zu Berlins wenigen Aktivposten. Hier wird zusätzliches Geld in die Stadt geholt. Neue Arbeitsplätze entstehen. Wer hier sparen will, braucht wirklich gute Argumente.

Die Pläne des Finanzsenators laufen im Ergebnis fast auf eine Halbierung der Landesausgaben für die Hochschulen hinaus: Allein die Medizin soll mehr als jeden dritten Euro aus dem bisherigen Etat verlieren. Diese Sparpolitik berücksichtigt nicht, dass in Zukunft die Qualifikationsanforderungen auf dem Arbeitsmarkt steigen. Mehr junge Leute jedes Jahrgangs müssen an den Hochschulen ausgebildet werden. Berlin als Hauptstadt darf sich beim Ausbildungsniveau und den Studienplatzkapazitäten nicht an einer Kleinstadt orientieren, sondern nur an anderen europäischen Metropolen. Schon heute ist in Berlin mehr als jeder zweite Studiengang zulassungsbeschränkt. Nach einer weiteren kräftigen Kürzung reichten die Studienplätze nicht einmal mehr für Berlins Abiturienten. Aber das heißt noch lange nicht, dass alles so bleiben kann, wie es ist. Der Abbau von Doppelangeboten und die Verlagerung von UniversitätsStudienplätzen an die Fachhochschulen sind überfällig. Es macht keinen Sinn, junge Leute, die praxisnah und schnell studieren wollen, zum Studium an einer Universität zu zwingen, weil sie keinen Platz an der Fachhochschule bekommen. rt

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