Berlin : Die meistgeherzte Frau der Stadt

Gratulanten standen Schlange bei Judy Winters 60. Geburtstag. Statt Geschenken gab es Spenden für die Aidshilfe

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Die meistgeküsste Frau Berlins war am Sonntagabend Judy Winter. Etwa 200 Gäste hatte sie sich zu ihrem 60. ins Westin Grand Hotel an der Friedrichstraße eingeladen – und fast jeder davon hat sie mindestens ein Mal geherzt – unter anderen ihre drei ExMänner, der Schauspieler Joachim Regelien, der Regisseur Peter Zadek und der Jazz-Musiker Rolf Kühn. Auch Anne und Walter Momper, Dieter Hallervorden, „Lindenstraßen“-Wirt Kostas Papanastasiov, „Traumschiff“-Produzent Wolfgang Rademann, Barbara Schöne, Angelika Milster, Wolfgang Völz, Anja Hauptmann, Romy Haag – einschließlich der wieder Feste feiernden Susanne Juhnke, ferner Udo Walz, René Koch sowie Ulla und Karsten Klingbeil – sozusagen tout West-Berlin. Katja Riemann ließ Grüße aus Indien übermitteln, und Conny Froboess hieß Judy Winter per Fax: „Willkommen im Club“. Ganz Dame stand die Schauspielerin im rotseidenen Smoking das schier endlose Defilee der Gratulanten durch – zeitweise zog sich die Schlange der Wartenden über die Freitreppe des Hotels. Viele hielten Blumen und Päckchen in den Händen, obwohl das Geburtstagskind nur um eines gebeten hatte – um Spenden für die Berliner Aidshilfe. Für die hat die Wahl-Berlinerin bis heute eine Viertelmillion Euro gesammelt – anrührende Dankesworte fanden dafür Professor Manfred L’age vom Vivantes Auguste-Victoria-Krankenhaus und Elisabeth Pott von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Vom Renaissance-Theater dankte niemand dem Kassenmagneten „Marlene“ alias Judy Winter – Intendant Horst Filohn hatte sich krank gemeldet. Dafür las Suzanne von Borsody den Glückwunsch vor, den Klaus Wowereit seiner Duzfreundin Judy aus dem Urlaub geschickt hatte. TV-Kommissarin Ulrike Folkerts gab ein Saxophonständchen, und Klaus Hoffmann sang: „Oh Judy, wir haben dich so lieb.“ Und was sagte Judy? „Ich hab’ doch unheimlich Glück gehabt.“ hema

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