Berlin : Die Residenz in der Schorfheide

Buch über Görings Haus in überarbeiteter Fassung

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— Volker Knopf und Stefan Martens: Görings Reich. Selbstinszenierungen in Carinhall. Ch. Links Verlag, Berlin, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, 208 Seiten, 19,90 Euro.

Eine Blockhütte nach schwedischem Vorbild hatte sich Hermann Göring 1933 in der brandenburgischen Schorfheide bauen lassen. Doch bald nahm das Anwesen „Carinhall“, zwischen dem Großen Döllnsee und dem Wuckersee gelegen, gigantische Ausmaße an. 400 Zentner Sprengstoff waren zuletzt nötig, um die legendäre Residenz des Reichsmarschalls zu sprengen. Er selbst hatte die Zerstörung angeordnet, am 28. April 1945. Nur zwei übrig gebliebene Torhäuser erinnern heute noch an „Carinhall“. Wer wissen will, was sich dahinter verbarg, kann Hintergründe und viele Details in einem Buch erfahren.

„Görings Reich“ liegt nun in dritter Auflage vor. Die Foto-Text-Dokumentation, erstmals 1999 erschienen, wurde überarbeitet und erweitert, teilt der Verlag mit. Das Inhaltsverzeichnis aber ist nahezu identisch. Ein paar Fotos sind hinzugekommen, auch einige Grundrisse. Bewegendes neues Material ist nicht zu entdecken. Beim Blick in die Quellennachweise erkennt man, dass offenbar seit der Erstausgabe keine neuen Recherchen erfolgt sind.

Einige längst überholte Informationen wurden nicht verändert. Immerhin: Die Neuauflage liegt jetzt in broschierter Form vor und ist nun preisgünstiger als früher. kai

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