Berlin : Durchhalten!

Gerd Nowakowski

rät der CDU, trotz Zwischentiefs nicht aufzugeben Kondition ist für mögliche Spitzenkandidaten unentbehrlich; das gilt um so mehr, je höher das Ziel ist. Das muss man sich wohl so vorstellen wie den gestrigen Towerrun in der Gropiusstadt. Da kommt es auf Ausdauer an – und auch ein Rippenstoß gegen Konkurrenten kann hilfreich sein. Ob sich die Strapaze gelohnt hat, kann man erst ganz oben sehen, in Berlin nach der Wahl im Herbst 2006. Joachim Zeller, der Landesvorsitzende der CDU, der immer wieder Ambitionen auf den Spitzenplatz seiner Partei erkennen lässt, muss sich deshalb nicht verstecken, weil die Truppe des sozialdemokratischen Champions Wowereit jetzt wieder vor ihm liegt (Seite 10). Ach so, zu verstecken braucht sich Zeller schon deshalb nicht, weil ihn 60 Prozent der Berliner eh nicht kennen. Für den bärtigen Bezirksbürgermeister von Mitte, der nach der Umfrage der „Morgenpost“ als beliebtester Politiker gilt, muss dies als Abzug bei der Haltungsnote gewertet werden. Trotz Rückstand aber gilt: Je länger das Rennen, um so besser ist ein kleiner Durchhänger auszugleichen. Nur möchte die Stadt langsam mehr von der Truppe des Kandidaten erfahren als nur die ewigen Nörgeleien aus dem parteiinternen Trainingslager. Andernfalls könnte es sein, dass dem CDU-Lokalmatador doch noch ein Gastläufer aus der Ferne in die Quere kommt. Oder eine Läuferin. Als Freizeitjoggerin beispielsweise verfügt Annette Schavan über viel Kondition.

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