EHRENSACHE : „Ich berate Strafgefangene mit Alkoholproblemen“

AUSBLICK. Marianne Warncke, 62, aus Charlottenburg, hier im Therapieraum des Vereins an der Erasmusstraße 17 in Moabit.
AUSBLICK. Marianne Warncke, 62, aus Charlottenburg, hier im Therapieraum des Vereins an der Erasmusstraße 17 in Moabit.

WAS ICH MACHE

Wissen Sie, ich war alkoholabhängig, bin aber seit 30 Jahren trocken. Mir hatte eine Selbsthilfegruppe geholfen. Deshalb habe ich vor 28 Jahren den Verein Alkoholiker-Strafgefangenen-Hilfe mitgegründet. Mindestens zwei Drittel der Häftlinge haben ein Alkoholproblem. Wer daüber reden möchte, wird von den JVA Moabit, Tegel, Charlottenburg und der Jugendstrafanstalt zu uns gefahren. Hier treffen die Strafgefangenen Leute, die die Sucht nachvollziehen können. Es scheint ihnen gutzutun, und das macht mir wiederum Spaß. Schiss vor den Männern hatte ich nie. Ich habe das Gefühl, sie im Griff zu haben.

WAS ICH MIR WÜNSCHE

Dass die Klienten auf die gerade Spur kommen, wenn sie entlassen werden, und nicht noch mal im Gefängnis landen. mop

Alkoholiker-Strafgefangenen-Hilfe e. V.,

Telefon: 34 52 797, www.ashev.net

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