Berlin : Ein Fest für Mixer und Kaffeemaschine

Es geht um die schönsten Partyutensilien aus den 50er Jahren wie Salzstangenhalter oder Spargelzangen, um Handrührgeräte der 60er oder um den Klassiker unter den italienischen Espressomaschinen – die „Faema E61“ aus dem Jahr 1961. Solche Dinge aus Küche und Esszimmer sind zurzeit in einer kleinen Ausstellung im Foyer der Museen Dahlem zu sehen. Motto der Schau: „Rettet die Salzstangenhalter!“ Denn sie ist verbunden mit einem Spendenaufruf. Wer interessante Utensilien aus früheren Jahrzehnten besitzt, die beim Essen und Trinken verwendet wurden, sollte diese spenden – damit die jetzige Sammlung zu einem „Museum Esskultur“ ausgebaut werden kann. Das Gründungsfest für dieses geplante Museum wird am kommenden Sonntag, 1. Juni, 11 bis 17 Uhr, im Sudhaus der Kindl-Brauerei in Neukölln (Werbellinstraße 50) gefeiert. Der Eintritt ist frei.

Initiatorin ist die Betreiberin des Restaurants „eßkultur“ in den Museen Dahlem, Birgitt Claus. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit Geschichte und Geschichten rund ums Kulinarische und hat auch die Ausstellungsstücke im Museumsfoyer zusammengetragen. „Biete Altersruhesitz für Handrührgerät oder Kaffeemaschine!“ – auch dieser Slogan steht auf den Werbekarten fürs Museumsprojekt, die solche Geräte zeigen. „Von Gebrauchsgegenständen lassen sich spannende Geschichten erzählen“, sagt Birgitt Claus.

Festbesucher können am Sonntag erste Spenden oder Leihgaben mitbringen. Sie kommen ins Depot, bis ein Ort fürs neue Museum gefunden ist. Es spielen Samba- und Jazzgruppen, Geschichten rund ums Essen werden erzählt und vorgelesen. cs

Infos: Telefon 68 08 93 44 oder www. esskultur-berlin.de.

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