Berlin : Ein Schlappohr geht auf Reisen

Von Hasen und Elfen: Der Trickfilm „Felix“ feierte im Zoo-Palast mit viel Prominenz Premiere

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Befragen wir das Fachpublikum: Wie, bitte schön, war „Felix“ denn nun? Alexander, sechs, gibt sich wortkarg, aber zufrieden: „Gut.“ Fabia, seine gleichaltrige Kusine, ist gleicher Meinung, bietet erst ein abwägendes „Ganz gut“, steigert es nach einigem Nachdenken zu „Ganz toll“ und schiebt dann gleich noch ihre Lieblingsszene nach: Wie Felix, der Hase, eine Elfe gefangen hat.

Doch, den überwiegend sehr jungen Gästen der Berliner Premiere des Trickfilms „Felix – Ein Hase auf Weltreise“, hat das erste Leinwandabenteuer des KinderbuchSchlappohrs wohl gefallen, und die gewisse Unruhe, die gegen Ende der Vorstellung im Saal spürbar wurde, lag offensichtlich nicht am Erlahmen des Spannungsbogens, sondern an zu viel vor der Premiere genossener Limonade.

Am Sonnabend hatte es eine ähnliche Feier in München gegeben, gestern nun war Berlin dran, mit Kinderparty im Foyer des Zoo-Palasts vorneweg und anschließender Gala-Vorführung im zentralen Saal des einst glamourösesten Premierenkinos der Stadt. Bald herrschte dort die Atmosphäre eines ausgelassenen Kindergeburtstags, nur einige Nummern größer. Allerlei Unterhaltungsecken gab es zu entdecken, deren Personal gleich einen Vorgeschmack gab auf die Abenteuer des Films. Beispielsweise betreute Graf Dracula die Malecke für junge Künstler, ein kariert gekleideter Jongleur gab Nachhilfe im Teller-Balancieren, ein Luftballon-Bildhauer formte aus seinen Gummischläuchen Hunde, Hasen und auch Schwerter. Als Grundnahrungsmittel wurden Popcorn, Hotdogs und Gummibärchen gereicht. Und wer wollte, konnte sich auch mit einem riesenhaften Felix-Exemplar fotografieren lassen, das etwas unbeholfen durchs Gedränge watschelte.

Wie es sich für eine richtige Premiere gehört, waren auch viele Prominente da, auf der Bühne und in den Rängen. Die Synchronsprecherriege war ziemlich komplett, mit Uschi Glas, im Film eine Eule, mit der „Fledermaus“ Sonja Kirchberger, den „Dodos“ Hugo Egon Balder und Janine Kunze, dazu Jochen Nickel, als „Yeti“ und „Butler“ gleich in einer Doppelrolle, und dem 13-jährigen Patrick Flecken, der den Hasen sprach. Vicki Leandros war gekommen, sie hatte die Songs des Films gesungen und zuvor auch die deutschen Texte geschrieben.

Auch der bei solchen Terminen übliche Auftritt der Stargäste durfte nicht fehlen: Meret Becker war mit Tochter Lulu da, Johannes B. Kerner ließ sich vor dem „Felix“-Plakat fotografieren, und Anouschka Renzi mit Tochter Chiara sowieso, desgleichen Mariella Ahrens mit Tochter Isabella. Kurz und gut: Eigentlich war es so wie bei einer Kinopremiere der Großen. Nur Hasen sieht man dort selten. ac

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