Berlin : Ein Treuhand-Liquidator muss sich wegen Unterschlagung vor Gericht verantworten

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Es geht geht um eine Unterschlagung in astronomischer Höhe. Weil er rund 32 Millionen Mark unterschlagen haben soll, steht der Wirtschaftsberater und Liquidator Walter M. seit gestern vor Gericht. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hat der 49-Jährige in der Zeit von Oktober 1994 bis März 1998 seine Stellung als Liquidator von Treuhandfirmen in Berlin und Sachsen ausgenutzt, um hohe Summen von den Geschäftskonten auf sein Privatkonto zu überweisen. Die Anklageschrift verzeichnet 47 Fälle. Danach dürfte der 28. November 1994 einen "Rekord" markieren: An einem einzigen Tag überwies der Angeklagte rund drei Millionen Mark von vier Firmenkonten auf sein persönliches Konto. Dies tat er, obgleich ihm nach den Gepflogenheiten der Treuhand ein Honorar von etwa 12 Millionen Mark zugestanden hätte. Eine Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts will bis Ende Dezember den zahlreichen Fragen nachgehen, die der Fall aufwirft. Der Angeklagte äußerte sich beim gestrigen Prozessauftakt nicht zu den Vorwürfen. Nachdem die Anklageschrift verlesen war, hatte die Verteidigung den ersten Antrag parat. Inhalt: Die Besetzung der Strafkammer soll überprüft werden. Dies soll bis zur Fortsetzung am 4. November geschehen.

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