Berlin : Eine Legende feiert 100.

Wolf Leder gab Revuen Glanz und Stars Glamour

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Heute wird ein Berliner 100 Jahre, der schon lange als Künstler-Legende gilt – der Kostüm- und Bühnenbildner Wolf Leder. Seit 2003 ziert sein Name eine der Platten, die am Friedrichstadtpalast das „Berliner Pflaster“ bilden – die hiesige Ausgabe des Walk of Fame in Hollywood. Nicht alle, die das „Berliner Pflaster“ studieren, wissen dabei mit Wolf Leder etwas anzufangen. Von denen, die sein Loblied singen könnten, weil sie Leders berufliches Geschick sozusagen am eigenen Leib erfahren haben, leben viele nicht mehr – Ilse Werner, Heinz Rühmann oder Heinrich George. Wolf Leder hat in mehr als 100 Filmen deutsche Filmstars eingekleidet und für unzählige Berliner Opern-, Operetten- und Schauspielinszenierungen, für Ballette, Musicals und Revuen Dekorationen und Kostüme entworfen. Am längsten war dabei der Friedrichstadtpalast seine künstlerische Heimat. Dem Revuetheater im Ostteil der Stadt blieb der in Friedrichshain geborene und in Wedding aufgewachsene Rektorssohn bis 1993 treu. Auch über die Zeit des Mauerbaus. Aus Halensee, wo Leder seit 1937 wohnt, wechselte er damals täglich am Grenzübergang für Künstler in der Invalidenstraße die Fronten, um den Revuen in der Friedrichstraße „mit seiner Phantasie Glanz zu geben“. So lobte 1992 eine Ausstellung die Kunst des Wolf Leder. Für seine Heimatstadt Berlin setzte er diese gleich zwei Mal ein. „Heut’ bin ich verliebt“ hieß 1937 im Admiralspalast die Revue zum 700. Stadtjubiläum. Und 1987 war „Hallo Berlin“ der Friedrichstadtpalast-Beitrag zur 750-Jahr-Feier, den er ausstattete. Jetzt bereitet Berlin ihm eine große Feier. Am 21. Januar soll der 100-Jährige gleich mehrfach gewürdigt werden. Mit dem Bundesverdienstkreuz, das ihm während einer Matinee zu seinen Ehren im Friedrichstadtpalast verliehen werden soll und mit einer anschließenden Vernissage im Museum Ephraim-Palais. „Er gab dem Regenbogen die Farbe“ heißt dort vom 22. Januar bis zum 21. Mai die Ausstellung über Wolf Leder und dessen Leben für die Bühne. hema

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