Berlin : Eine neue Straßenbahn für Berlin

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Jetzt weiß die BVG, wie die Straßenbahn der Zukunft aussehen soll. Gestern hat sie das Design der neuen Modelle vorgestellt. Sie sollen als Berliner Produkt an den Bauhausstil erinnern. Wie viele Fahrzeuge die BVG kaufen wird, steht jedoch noch nicht fest. Ursprünglich wollte sie für maximal 210 neue Bahnen bis zu 570 Millionen Euro ausgeben. Der tatsächliche Bedarf soll aber erst noch ermittelt werden.

Den Zuschlag für einen der größten Aufträge in der Geschichte der BVG hat Bombardier erhalten. Der Konzern hat seinen Europasitz in Berlin. Der Auftrag soll auch Arbeitsplätze im Bombardier-Werk Hennigsdorf sichern. Ausschlaggebend sei dies aber nicht gewesen, betont die BVG. Sie hatte mehrere Typen, die in anderen Städten fahren, auf ihren Gleisen getestet. Dabei habe das Bombardier-Modell die Anforderungen am besten erfülle, heißt es.

Die technischen Vorgaben waren klar: die neuen Züge sollen mit 2,40 Metern genau 20 Zentimeter breiter werden als die heutigen BVG-Modelle. Vier verschiedene Typen sind vorgesehen – 30,8 Meter oder 40 Meter lang, mit einem Führerstand oder mit Plätzen für den Fahrer an beiden Enden und mit Türen auf jeder Seite der Bahnen. Die Fahrzeuge mit zwei Führerständen können vorwärts und rückwärts fahren, die Typen mit nur einer Fahrerkabine benötigen eine Wendeschleife an der Endstation. Die ersten vier Vorserienfahrzeuge sollen 2008 geliefert und dann getestet werden. Ist die Probephase erfolgreich, sollen die neuen die Fahrzeuge aus der DDR- Zeit ersetzten. kt

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