Berlin : „Eine Nullrunde kann jeder mal verkraften“

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„Man kann die jungen Leute nicht belasten bis zur Hutkrempe“, sagt Ulli Korenke . „Und eine Nullrunde wird jeder mal verkraften können.“ Die 82Jährige hat Jahrzehnte lang im Installateurbetrieb ihres Mannes gearbeitet und war freiwillig versichert. Den Großteil ihres Gehaltes haben sie damals zurückgelegt – „obwohl es ja immer hieß, die Rente sei sicher“. Nun bekommt sie 1200 Euro, davon 600 Euro Witwenrente. Genug, um die Rentendebatte gelassen zu verfolgen. Doch Frau Korenke vermisst zwei Dinge in der Diskussion. Einmal die Gerechtigkeit zwischen den Rentnern: „Wer 2000 Euro bekommt, dem tut eine Nullrunde oder die Pflegeversicherung nicht so weh. Aber Leute, die weniger als 1000 Euro bekommen, müssen extra berücksichtigt werden“, findet sie. Außerdem fehlt ihr – für die jüngeren Alten – die Aussicht auf bessere Verhältnisse: Schon das unbestimmte Gefühl, dass ihre Situation in den nächsten Jahren nur schlechter werden könne, zermürbe die Leute. obs

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