• Einigung zum Tunnelbau in Lichtenrade erwartet Berlin hofft, nicht ausgegebenes Geld behalten zu dürfen

Berlin : Einigung zum Tunnelbau in Lichtenrade erwartet Berlin hofft, nicht ausgegebenes Geld behalten zu dürfen

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Heute werden wahrscheinlich die Weichen für den künftigen Bahnausbau gestellt. Vom Treffen des Senats mit der Bundesregierung erwarten Fachleute auch eine endgültige Einigung zum Tunnelbau der Dresdner Bahn durch Lichtenrade. Der Senat setzt sich seit Jahren für eine unterirdische Trasse ein, während die Bahn die Gleise bisher ebenerdig neu legen will. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) hat bereits signalisiert, dass er sich für eine „stadtverträgliche Lösung“ einsetze.

Geld für den Tunnel-Bau hat der Senat bereits gebunkert. Er erhielt es seit 1997 für den Ausbau des Schienennetzes, gab es zum größten Teil aber nicht aus. Vorgesehen war es unter anderem für den Neubau der S-Bahnhöfe Kolonnenstraße in Schöneberg und Buch-Süd, die jeweils rund 10 Millionen Euro kosten sollten. Die Stadtentwicklungsverwaltung hat dem Vernehmen nach insgesamt über 50 Millionen Euro gehortet. Theoretisch könnte der Bund dieses nicht ausgegebene Geld zurückfordern. Jetzt erwarten Fachleute, dass der Bund zustimmt, dass das Geld für den Tunnelbau in Lichtenrade ausgegeben werden darf. 30 Millionen Euro hatte der Senat dafür bereits in Aussicht gestellt.

Die Dresdner Bahn soll auch den Airport-Express zum geplanten Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) in Schönefeld aufnehmen. Geplant ist, zunächst die beiden Fernbahngleise im Tunnel verschwinden zu lassen, die S-Bahn soll zunächst weiter an der Oberfläche bleiben. Das Genehmigungsverfahren für den Wiederaufbau der Fernbahngleise läuft derzeit.

Möglicherweise einigen sich der Bund und der Senat heute auch bei der U-Bahn-Linie U 5, bei deren Verlängerung vom Alexanderplatz zum Lehrter Bahnhof Berlin bereits Bundesgeld verbaut hat, den Bau aber nicht fortsetzen will. Allerdings besteht der Bundestag bisher auf einer Rückzahlung.kt

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